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Weltuntergang - Jetzt isses soweit

Genre: Experimental

Produktion: vorHof
Drehort: Kegelbahn Oberpfalz
Produktionsjahr: 2005
Dauer: 5 min
Sprache: deutsch
Empfohlen*: ohne Altersbeschränkung
Eingestellt von: vorHof

Inhalt

Sie sitzen in einem dunklen Loch und warten auf den Weltuntergang. Sie kommentieren das Ende -- live. Doch als es vorbei ist, hört es trotzdem immer weiter auf. Und es will und will damit nicht aufhören.

Hintergrund

Es gab mehrere Phasen bei diesem Projekt. Die erste Phase hatte die Notiz eines begonnenen und nicht vollendeten Dialoges zur Folge. Der Dialog hatte den Weltuntergang zum Thema. Zwei Menschen kündigten in eine laufende Videokamera das Ende der Zivilisation an. Gedacht war das Ganze als Szene in einem wissenschaftlichen Labor. Ein Forscher hatte das Ende der Welt berechnet -- es lag fünf Minuten in der Zukunft. Schnell stellt er mit seinem Assistenten eine Kamera auf, um das Ereignis festzuhalten. Es war eine hektische Szene, die Figuren sollten hin- und herlaufen und immer beschäftigt sein.

Die Phase zwei hatte mit diesem Film eigentlich gar nichts zu tun. Mit einem Studienkollegen sinnierte ich übers Filmemachen im weitesten Sinne. (Wie so meistens hat er damit angefangen, ich war unschuldig.) Ihn irritierte, dass alle Filme immer die volle Fläche des Bildschirms bzw. der Leinwand ausnutzen. Man könnte doch auch die Ausschnitte verkleinern und dabei dann vielleicht mehrere dieser Ausschnitte auf einmal unterbringen.

Ich habe diese Idee eigentlich zu keiner Zeit geplant in Weltuntergang zu verwenden. Auch nicht beim Dreh selbst. Der Dreh war der Beginn von Phase drei. Der aufmerksame Leser wird nun merken, dass zwischen Phase zwei und Phase drei eventuell eine zweieinhalbte Phase fehlt, in der das Drehbuch hätte vervollständigt werden müssen. Es gab kein fertiges Drehbuch am Set.

Die Suche nach dem Set war allerdings der Auslöser dafür, dass der Film so wurde, wie er wurde. Ich hatte gar nichts vorbereitet. Ich musste verrückt sein. Nein: Ich wusste, dass ich endlich wieder hinter die Kamera musste, um mich noch No-Budget-Filmemacher nennen zu dürfen. Es war mehr ein übereifrig begonnenes Projekt, als ein sinnvoller Drehtag. Kurz: Es war ein Fehler.

Trotzdem fragte ich Florian Härtl nach einem Drehort, der möglichst dunkel und schummrig sein. Irgendwie so etwas, wo man glauben könnte, es würde jeden Moment durch die Decke zu regnen beginnen. Seine prompte Idee war: Die Kegelbahn, die damals sowieso halb unter Wasser stand. Ich hatte gar keine Zeit abzulehnen, weil wir bereits unterwegs waren. Nach dem Text hatte zu dem Zeitpunkt noch keiner der Schauspieler gefragt. Das war ich gewohnt. Improvisiert hatten beide schon des Öfteren.

Genau das war es, was mich so sicher machte, dass wir zu einem guten Ende kommen würden. Doch es war nicht unser Tag. Am Ende rasten wir in eine der schlechtesten Pointen überhaupt: Die Aliens sind schuld. Ich hatte zwar am Ende des Drehtages jede Menge an Material, das nicht unbedingt schlecht war, jedoch konnte man daraus eigentlich keinen Film machen. Ich versuchte es trotzdem und heraus kam WELTUNTERGANG.

Die Meinungen gehen weit auseinander. Ich selbst habe inzwischen jede Meinung aufgegeben und freue mich für die nächsten Projekte viel dazugelernt zu haben.

Credits

Regie, Kamera und Drehbuch
Manuel Ziegler

Darsteller

Seltsamer Kerl links
Florian Härtl

Seltsamer Kerl rechts
Georg Sachs

Gaffer / Oberbeleuchter
Gregor Härtl
Steffi Karl

Idee
Manuel Ziegler
Andreas Huber

Besonderer Dank gilt Familie Härtl
für den Drehort Kegelbahn




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3790 Besucher, Einstellungsdatum: 31.01.2006 19:55, letzte Bearbeitung: 21.09.2009 10:29

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