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Kommentare zu Welches Seitenverhältnis nutzt ihr für eure Filme am liebsten? (Umfrage)

Welches Seitenverhältnis nutzt ihr für eure Filme am liebsten?

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Bottle
User
14.03.2008 11:16
Kommentare: 74
Forenbeiträge: 31

Zuletzt eigentlich immer 1.85:1. Werden aber sicher demnächst mal CS ausprobieren.
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18.01.2018 16:59



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moviebrat
User
14.03.2008 15:55
Kommentare: 45
Forenbeiträge: 138

naja, die wahl des bildseitenverhältnisses ist ein wichtiges gestaltungskriterium und hängt auch von der geschichte/dem inhalt eines films ab, daher denke ich nicht, dass man das so pauschal sagen kann bzw. sagen sollte.

ein close-up in cinemascope hat auf den betrachter eine völlig andere erzählerische wirkung als ein close-up im vollbild. für eine intime geschichte, ein drama oder kammerspiel, wäre die wahl von 2,35:1 sicher falsch, weil man automatisch eine ungehöre distanz zwischen figuren und zuschauer aufbaut und weite erzeugt anstatt von tiefe.

man muss auch bedenken, dass das drehen in cinemascope deutliche einflüsse auf die ausstattung und das szenenbild eines films nehmen kann. wer mal ein cinemascope-set aus den 50er/60er-jahren gesehen hat, wird feststellen, dass alles irgendwie surreal wirkt: tische und stühle sind höher als normal, fenster und lampen sind niedriger. nur damit das alles auch im bild zu sehen ist und man damit den hintergrund gestalten kann. war natürlich damals verbreiteter, als man praktisch ganze filme noch im studio bzw. in künstlichen sets gedreht hat.

beispielweise hat robert zemeckis mal gesagt, dass ihm wichtig war, "cast away" nicht in cinemascope zu drehen, damit er die vertikale ausrichtung der insel als bildgestalterisches element nutzen kann. andernfalls hätte man sehr weit auf's meer rausfahren müssen, um die insel in ihrer höhe ganz einfangen zu können.

was ich damit sagen will: ich finde es wichtig, dass man sich anhand dessen, was man erzählen will, gedanken darüber macht, welches bildseitenverhältnis für den film das richtige ist - und nicht pauschal sagt: ich dreh alles in dem einen bzw. anderen format. es sei denn, man heißt sergio leone, dann darf man nur in 2,35:1 drehen
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JoeFX
User
14.03.2008 16:15
Kommentare: 130
Forenbeiträge: 65

Das ist verschieden.

4:3 nur bei Familienfilmen und kleinen Kameratests. Die kann man aber nicht so zählen wie die Filme, die ins Netz kommen.

16:9 benutze ich auch bei manchen Familienfilmen (Kamerabedingt) und hab es auch bei meinen älteren Filmen benutzt. Ansonsten nur im Rohschnitt und bei der Farbkorrektur meiner aktuellen Projekte.

2,21:1 nehme ich bei Filmen, bei denen ich mehr Zuschauer erwarte, da es ein Standart im Netz ist (siehe z.B. VLC Player, Seitenverhältnisvorgaben) Außerdem will ich nicht das Bild zu sehr verkleinern, da ansonsten die Qualität darunter leidet, da es sich um DV und nicht um HDV handelt.
Hat mir bis jetzt am besten gefallen, da dadurch ein sehr schöner Movie- Effekt erzeugt wird und der Weitwinkel besser zur geltung kommt als bei normalen 16:9.

2,45:1 probiere ich derzeit als Experiment, ob es sich überhaupt auszahlt ein 16:9 Bild noch weiter abzukaschen. In nächster Zeit kommt ein neues Video von mir in diesem Verhältnis raus. Ist, glaube ich, eine einmalige Sache. Ein Bild 720x292 macht einen schwachen eindruck

Zum Glück ist es ja kein Problem mehr, seine Videos in jedem beliebigen Format zu beschneiden. Wenn ich das tue, dann kommt es zum Schluss.

mfg
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goredevil
ehem. User
16.03.2008 13:16
Kommentare: 464
Forenbeiträge: 64

Ich weiß nicht, ob sich Filmgucker einen, nur noch wie durch einen Spalt schauen - Film anschauen wollen.  Man möchte ja noch was sehen vom Film. 16:9 ist schon genug Bild- also Sehverlust.
ActionArnie
User
16.03.2008 14:23
Kommentare: 166
Forenbeiträge: 55

Orginal von goredevil:
Ich weiß nicht, ob sich Filmgucker einen, nur noch wie durch einen Spalt schauen - Film anschauen wollen.  Man möchte ja noch was sehen vom Film. 16:9 ist schon genug Bild- also Sehverlust.


Hmm bischen unlogische Argumentation, da kann ich genauso sagen, wer will sich schon 4:3 ansehen, da ist doch links und rechts was abgeschnitten. 16:9 und breiter kommt halt unserem eigenen Sichtbereich am nächsten, wenn man ein Auge zu macht hat man 4:3 . Wie moviebrat sagt, es kommt komplett auf den Film an, ein Herr der Ringe oder Star Wars, oder eben ein Spiel mir das Lied vom Tod würde ohne Widescreen nicht halb so gut kommen, aber zb bei Shining funktioniert 4:3 (oder zumindest ein ähnliches Format) perfekt.  
 psychoproductions.de
goredevil
ehem. User
16.03.2008 16:12
Kommentare: 464
Forenbeiträge: 64

Du hast mich mißverstanden lieber ActionArnie. Ich rede nicht von 16:9...das Format ist okay. Ich rede von Format: 2,21:1 und 2,45:1. Diese Formate sind unzumutbar.
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18.01.2018 16:59



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ActionArnie
User
16.03.2008 20:19
Kommentare: 166
Forenbeiträge: 55

Nene^^ genau so habe ich dich auch verstanden, nur die Argumentation fand ich wie gesagt etwas unlogisch, man kann genauso sagen, da wird rechts und links was dazugepackt. Kommt halt auch aufs Abspielgerät an, auf nem 4:3 Fernseher ist 2,45:1 natürlich ärgerlich, im Kino ist es umgekehrt.
 psychoproductions.de
JoeFX
User
16.03.2008 21:10
Kommentare: 130
Forenbeiträge: 65

ActionArnie trifft den Nagel auf den Kopf.

@goredevil: klar kannst du ein 4:3 Bild auf ein 2,21:1 abkaschen, kommt eben nur darauf an, wie groß der Originalbildassschnitt ist. Totalen werden durch Himmel wegkaschen z.b. um einiges bombastischer.

bei dv ist es so eine sache. da nimmt man nur das breite bild zum experimenterien. bei hdv ist die sache anders. da dürfte ein schmalerer aussschnitt kein problem sein
Lichtenberger Filmproduktion | www.lightmountain.at | fb.com/lmpfilm/
CyLeT
User
16.03.2008 23:35
Kommentare: 64
Forenbeiträge: 124

Ich wähle entweder 1.85:1 oder 2.35:1 (wie meist auch Standard bei den Filmen). 16:9 ist mir dann schon wieder zu hoch.
Viele meckern, das auf Fernsehr das 2.35er Format "unzumutbar" ist, ich dagegen ärgere mich immer, wenn Fehrnsehanstalten das Bild mittels Pan&Scan vergrößern und damit was abschneiden. Auch bei nem normalen 4:3-Fernsehr wirken 2.35er Filme viel besser, wenn man sie so lässt (wobei bei Röhrenfernseh das Bild eh immer bissle am Rand überstrahlt wird), als wenn man das Bild nachträglich größer macht. Bildgestaltung ist ne Kunst für sich und wird durch solche Aktionen wieder übern Haufen geschmissen.
So wie ich das bisher gewohnt bin, wird das 1.85er Format meist für Komödien und intensive Dramen verwendet, während das 2.35er Format durch den Panoramaeffekt die Weite eines Ortes gut wiedergeben kann (Abenteuer, Action,...), aber auch bedrängend wirken kann (Thriller, Horror, Mystery,...).
Ist also jedem sein Ding...aber breiter als 2.35 würde ich auch nicht gehen. Aber man kann viel Filmeffekt durch das Format erreichen...
"In Amerika wird Film gemacht wie ein Kunstwerk und verkauft wie eine Ware. Und in Deutschland ist das genau umgekehrt."
(Christoph Waltz im Interview in "Metropolis", Arte)
goredevil
ehem. User
17.03.2008 17:45
Kommentare: 464
Forenbeiträge: 64

Na, wer gern durch Briefkastenschlitze schaut ist mit den Extremfomaten natürlich gut bedient. Im Kino ist das natürlich, wegen der Größe etwas anderes. 4:3- Format wird in Fernsehserien (z.B. Emergency Room / CSI) gern genutzt. Warum nur? In welchem Format ist eigentlich "10.000 BC"? Ich denke mal in 16:9 nicht wahr? Man würde ja von den tollen Landschaften und Urtieranimationen wohl nicht viel sehen, wenn die Briefkastenschlitzschautechnik angewandt würde.
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