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Kommentare zu Locked in - no drugs, no feeling (Film)

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8 Kommentare (davon 3 mit Bewertung)
Durchschnittsbewertung: 9.00 Punkte
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pirao
User
15.10.2012 10:50
Kommentare: 33
Forenbeiträge: 24

Bewertung:
9 / 10 Punkte
Ohaohaoha!!

Klasse! Echt Jungs! Fette, fette Ideen und tolle Bilder.
Und ihr habt mir mit wirklich wenigen, aber aussagekräftigen Bildern die gesamte Story vermittelt ohne groß drumherum labern zu müssen. Keine Augenwischerei.
Das is mal n Highlight.

Ich mag die Bilder.
Anfangs war ich noch voreingenommen von anderen Kurzfilmen mit ähnlichen Look,
aber ihr habt mich überzeugt.

Mir gefällts sehr wie mit der Unschärfe gespielt wurde.
Und wo ich mich anfangs noch gefragt hab, warum im Amateubereich die Nahaufnahmen immer fehlen, seid ihr mit der Kamera immer Hautnah dabeigewesen, wenn es darum geht den Fokus zu zeigen. Die Tiefenschärfe und das Drama in der Bilderzählung: GEIL!

(SPOILERALARM)

Und wie gesagt die Ideen. Ich werd euch ein paar Sachen leider klauen müssen.
Es hätte von mir aus noch ekelhafter aussehen können, aber ich fand den Schlüssel im Rachen und wie er von der Frau herausgezogen wurde ganz große klasse. Und dann auch noch der Schlüssel aus dem Inneren eines Menschen, den er benutzt um den Freitod zu wählen. Symbolsprache! Hab ichs schon erwähnt? Geil!

Ausserdem alles fast ohne Worte.

Kritik:

Ich versteh den Aspekt "Sag Nein zu Drogen!" nicht. Aber leider gar nicht.
Vll. hab ich aber auch zu viel in die Geschichte interpretiert. Dafür habt ihr auch Freiraum gelassen. Euer Darsteller verzieht kaum eine Miene und wirkt echt lässig, im Angesicht der Scheiße die ihm grad um die Ohren fliegt. Ich fands unfreiwillig sau lustig.
Sowas passiert aber auch nur wenn man so im Film ist, dass einem der Horror selber bewusst wird. Bin echt baff, wie ich gefesselt wurde. Der letzte Punkt ist die Länge.
Das Timing hatte Höhen und Tiefen. Vll. hätt man das Ding in 8 min oder so hinklatschen können.

Naaaaaaaja..... dickes Lob. Bitte mehr von euch. Dankeschön.

MfG, Fabio




Es wurde eine differenzierte Bewertung abgegeben:
Grundidee9/10 Punkte
Story / Drehbuch8/10 Punkte
Schauspiel6/10 Punkte
Requisite7/10 Punkte
Kameraführung9/10 Punkte
Beleuchtung9/10 Punkte
Musik9/10 Punkte
Sound Design9/10 Punkte
Schnitt / Montage8/10 Punkte
Grading9/10 Punkte
SFX / VFX9/10 Punkte
Gesamteindruck10/10 Punkte
Gesamtbewertung9/10 Punkte
"Ya know who we got here!? Motherlover Charly Bronson!!"
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24.11.2017 19:38



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pirao
User
15.10.2012 11:07
Kommentare: 33
Forenbeiträge: 24

Keine Bewertung
SPOILER NACHTRAG

Schießt der Typ am Ende wirklich zweimal auf sich selber?
"Ya know who we got here!? Motherlover Charly Bronson!!"
MJ-Movies
Moderator
15.10.2012 14:53
Kommentare: 27
Forenbeiträge: 1

Keine Bewertung
Vielen Dank für deine Kritik, wir freuen uns sehr =)

Um deine Frage halbwegs beantworten zu können ob er sich zwei mal erschossen hat...

Das kannst du dir im Kopf ausdenken, wen er sich erschossen hat, oder vielleicht hat er sich doch zwei mal angeschossen. Da sind beim Denken keine Grenzen gesetzt. =)


mfg
Micha
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CIS
Admin
15.10.2012 21:07
Kommentare: 219
Forenbeiträge: 43

Bewertung:
9 / 10 Punkte
Musikauswahl: Gute und teilweise aufwühlende Musik. Nur selten etwas zu gleichförmig.

Kamera:
Einige innovative Ideen bei der Visualisierung (ab 1:43), insgesamt stets um Kameraführung bemüht, schön mit Schärfeebenen gespielt, Nahaufnahmen erzeugen teilweise intensive Geschehensabbildungen.

Trotzdem einige handwerkliche Schniter:
- bei 1:18 sieht man ziemlich deutlich ein Mikrofell am oberen Bildrand
- spätestens bei 1:27 stimmt die Schärfe nicht mehr
- um 2:48 geht ziemlich viel Dynamik durch die fehlende Schnittgeschwindigkeit verloren. Da hätte jeweils früher geschnitten werden können, das hätte dem Temp gut getan.
- der Kopf des Protagonisten ist ab und an etwas abgeschnitten. Nie ganz schlimm, aber auffallend oft

Story:
Lange dachte ich: 08/15. "Drogen sind Scheiße. Bla, wenn du sie nimmst, gehts dir schlecht..."

Dann kam und Sekunde 5:28 und ich musste meine Meinung revidieren.

Was dann allerdings geschieht, fällt für mich in die Kategorie: "Superidee, die leider nicht ganz aufgeht." Ich weiß sehr wohl, wie die harten Kontraste gedacht sind. Aber bei mir funktionierte das so nicht. Es gleitet phasenweise zu sehr in Richtung Mystery-Horror ab, stets sphärisch-abgehoben mit weichen, aber dafür umso surrealeren und irritierenderen Übergängen hätte mir das besser gefallen.

Auf die Dialogzeilen hätte ich verzichtet.

Am Ende seid ihr einer Versuchung erlegen, der ich auch immer erliege: das dramatischst mögliche Ende. Hätte es nicht gebraucht.

Unterm Strich: Eine hoch ambitionierte Suche nach der Darstellung des Undarstellbaren. So intensiv und innovativ habe ich noch selten einen Drogentrip filmisch verarbeitet gesehen.
9 Punkte.
 www.erksst.de
MJ-Movies
Moderator
15.10.2012 21:32
Kommentare: 27
Forenbeiträge: 1

Keine Bewertung
Guten Abend =)

Vielen dank für deine Kritik, wir schätzen sie sehr, jedoch möchten wir einen Punkt thematisieren:

Orginal von CIS:

- bei 1:18 sieht man ziemlich deutlich ein Mikrofell am oberen Bildrand


Das ist kein Mikrofell am oberen Bildrand, das ist eine Jacke die rechts am Kleiderhaken hängt. Wäre ja auch sinnlos zu einem Stummfilm ein Mikro zu benutzen.

mfg
Micha
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 www.mjmovies.jimdo.com
CIS
Admin
17.10.2012 21:37
Kommentare: 219
Forenbeiträge: 43

Keine Bewertung
Orginal von MJ-Movies:
Guten Abend =)
Das ist kein Mikrofell am oberen Bildrand, das ist eine Jacke die rechts am Kleiderhaken hängt. Wäre ja auch sinnlos zu einem Stummfilm ein Mikro zu benutzen.


Upps. Da bin ich wohl zu sehr auf Fehlersuche fixiert.
 www.erksst.de
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24.11.2017 19:38



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d-tox
User
30.10.2012 13:39
Kommentare: 19
Forenbeiträge: 17

Bewertung:
9 / 10 Punkte
Respekt für diese Umsetzung eines allgegenwärtigen Themas.
Verlust,Trauer,Hoffnungslosigkeit und Alltagsflucht,hin zu Erkenntnis und Bewältigung.
Ich denke es ist eine Sache der Interpretation,welchen Weg der Protagonist wählt.
Hat Ihn ein geliebter Mensch verlassen und er ist unfähig ins gesellschaftliche Leben zurückzufinden,stürzt sich in Arbeit und Drogen, und setzt seinen Leben ein Ende um wieder vereint zu sein..........oder hat er jemanden an die Drogen verloren und wählt den Freitod ,da er sicher ist, früher oder später genauso zu enden?
Meine ist etwas positiver.
Warum schließt er sich im Bad ein?
Da es der einzige Ort ist ,wo er sich klar sieht,mit all seinen Zwängen.
Er schießt am Ende auf sein Spiegelbild,da er sich selbst in diesem Zustand nicht mehr sehen kann und findet einen Weg.

Die Kameraarbeit ist gelungen.Einzig, die berühmten verwackelten Aufnahmen,sind mir persönlich zu stark und einige Schnittpunkte sind nicht ganz sauber.





Es wurde eine differenzierte Bewertung abgegeben:
Grundidee8/10 Punkte
Story / Drehbuch9/10 Punkte
Schauspiel10/10 Punkte
Requisite7/10 Punkte
Kameraführung8/10 Punkte
Beleuchtung9/10 Punkte
Musik10/10 Punkte
Sound Design9/10 Punkte
Schnitt / Montage7/10 Punkte
Gesamteindruck9/10 Punkte
Gesamtbewertung9/10 Punkte
d-tox
User
30.10.2012 13:45
Kommentare: 19
Forenbeiträge: 17

Keine Bewertung
Verdammt,man sollte doch ab und zu die Inhaltsangabe lesen,um eine grobe Richtung zu bekommen.Ich lasse halt lieber das Werk sprechen,so kommt es manchmal zu Fehlinterpretationen.Es spricht aber für Eure Arbeit,wenn es so viele universelle Interpretationsmöglichkeiten gibt.
Okay,dann ist es halt Stressbewältigung der etwas anderen Art.

Die Musik von Herrn Donner ist wieder mal spitze!!!
Hatte ich ganz vergessen zu erwähnen
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