Lieber Besucher,

leider sind die Besucherzahlen auf Grund der immer größer werdenden Konkurrenz der Videoportale in der letzten Zeit so stark rückläufig, dass der aktive Betrieb von achsensprung.net eingestellt werden musste. Das Portal bleibt bis auf Weiteres online, eine aktive Teilnahme ist jedoch nicht mehr möglich.
Wir bedanken uns für eure Treue in 10 Jahren "Amateurfilm Magazin" bzw. später "achsensprung.net".

Kommentare zu Der Ort der Freiheit (Film)

« Zurück zur Filmseite
3 Kommentare (davon 1 mit Bewertung)
Durchschnittsbewertung: 7.00 Punkte
Bisher keine Bewertung von Dir.
Kommentar / Bewertung abgeben

Zum Seitenende springen
dm1138
User
29.11.2013 01:48
Kommentare: 28
Forenbeiträge: 82

Bewertung:
7 / 10 Punkte
Erst mal Respekt, daß ihr euch an nen ganzen Spielfilm gewagt habt. Allerdings sin 56 min. problematisch für ne DVD Auskopplung. 75 - 100 sollten es schon sein.

Würde man ausserdem alle jene Szenen kürzen, die für kommerzielle Maßstäbe zu langatmig sind (wenn etwa wer einfach dasitzt und 15s nichts macht, um dann zu telefonieren), dann wären es wohl nur etwa 30 Minuten. An diesen rel. häufigen stellen bricht der Pace ein.

Weitere Probleme: Kamerageräusch. Es gibt Filterplugins, die das rausfiltern können, mit einem Noise sample. Geht das nicht, dann mit Ambientsound überdecken, zb. Wind, Wasser usw. bzw. Stadtlärm, Musik usw. (Beispiel, Szene Essen mit Eltern, Kameranoise wird unhörbar, sobald im Hintergrund die Kirchenglocken läuten.)
Grundsätzlich ein externes Mik mit Nierencharakteristik verwenden (dämft ferne Geräusche) und natürlich kein Kamerasurren. Bei Dialogen bei den Takes Pausen zwischen den Zeilen machen, erlaubt überlappendes fade-in/out der Hintergrundgeräusche beim Schnitt.
Audio vor Ort prüfen, war teils übersteuert (im Auto).
Schnitt teilweise etwas holprig, mal die grossen Editors analysieren (Stichwort "Einstellungsübergreifende Bewegung") .
Verschlusszeit der Kamera war teils sehr kurz (automatik), eine fixe Zeit von zb. 1/50 ergäbe eher ein Kinofilm Feeling.

Muss aber sagen, interessante Story (hab leider nur einen Teil gesehn, bis Morgen nach Nacht in Haus). Das Haus war echt unheimlich, selbst ohne Musik! Dann das Geräusch... superspannend! Da dacht ich, wow. Respekt. Gut eingefangen, das Ambiente des Gebäudes, gepaart mit dem Acting.



Es wurde eine differenzierte Bewertung abgegeben:
Grundidee8/10 Punkte
Story / Drehbuch8/10 Punkte
Schauspiel8/10 Punkte
Kameraführung7/10 Punkte
Beleuchtung7/10 Punkte
Sound Design3/10 Punkte
Schnitt / Montage6/10 Punkte
Gesamteindruck7/10 Punkte
Gesamtbewertung7/10 Punkte
Anzeige
25.11.2017 04:52



Ihre Werbung hier?
CIS
Admin
29.11.2013 06:43
Kommentare: 219
Forenbeiträge: 43

Keine Bewertung
Vielen Dank für deinen Kommentar!

Zunächst zur Länge: Eine "DVD-Auskopplung" ist nicht geplant und auch wenig zukunftsweisend. Ich persönlich finde eine Stunde Lauflänge eine sehr angenehme Zeit. Mir ist auch ein Film über 60 Minuten mit Längen lieber als 120 Minuten rasante Action. Das ist Geschmacksache, klar. Aber eben auch eine der Freiheiten des Amateurfilms: Man darf schon rein äußerlich ein Format wählen, das kommerziell keine Chance hätte.

Dass das Kamerageräusch ein Riesenproblem ist und der Ton insgesamt mies, hatte ich ja schon auf der Filmseite hier geschrieben. Wie gesagt: Wir haben Ton extern aufgenommen, konnten die Dateien aber letztlich nicht verwerten. Auf die dann notgedrungen zu nehmende Kameratonspur haben mehrere Profis draufgeschaut und das Ergebnis ist zu hören. Sprich: Mehr war nicht zu filtern. Überall Atmo oder gar Musik habe ich auch überlegt, aber verworfen. Das hätte in vielen Situationen die Stimmung verdorben. Der Film lebt an manchen Stellen von der Stille. Ich dachte mir: Lieber konstant Kameralüftersirren (daran gewöhnt man sich ja ein bisschen), als ständig irgendwelches doofe Gedudel oder eine unmotivierte Geräuschkulisse.

Pausen zwischen den Zeilen beim Drehen mag ich überhaupt nicht. Das macht das Schauspiel oft total kaputt. Ich finde, es geht auch so zu schneiden.
Könntest du für "holprige" Schnitte mal Beispiele nennen? Ich versuch tatsächlich öfter, in die Bewegung zu schneiden. Das klappt aber nicht immer.

Ich lege persönlich meine Hand dafür ins Feuer (obwohl ich nicht Kameramann war), dass nur an ganz wenigen (weniger als 5%) der Einstellungen mit Kameraautomatik gedreht wurde! Kurze Verschlusszeiten stören mich auch gar nicht (wenn man mit offener Blende dreht und keinen ND-Filter hat, geht das ja auch gar nicht anders), Kinolook strebe ich nicht an in der Hinsicht.

Danke für das Lob der Story. Was ich damit anfangen kann, ist mir allerdings unklar. Was du beschreibst, ist eigentlich gar nicht die Erzählabsicht.

Es geht nicht um Unheimliches, sondern um einen Film über Freiheit. Und der muss eben, zumindest in meiner Meinung, langsam und über Trivialitäten erzählt werden.

Vielleicht findest du ja mal Zeit, den Rest noch zu sehen.

Danke für den Kommentar!
 www.erksst.de
dm1138
User
30.11.2013 01:26
Kommentare: 28
Forenbeiträge: 82

Keine Bewertung
Ja, sorry nochmal, hätte ihn gerne zu ende geschaut, hat aber was mit meinem Internet-Provider zu tun.

Ja, ich dacht mir schon, daß dieser Horror Moment vielleicht ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt war. Hätte aber perfekt funktioniert, wenn der Film in dieser Nacht eine solche Wendung genommen hätte. (erfährt man noch, was es mit dem Geräusch auf sich hatte?)

Das mit dem Mik ist mir auch schon passiert. Ton-Azubi liess das Kabel kontinuierlich ans Mik schlagen...naja, ich hätte besser Acht geben sollen.

Natürlich gibt dir der Amateurfilm in der Tat alle die erwähnten Freiheiten. Versucht man aber, den Markt der Konsumenten zu bedienen weil etwa der Lottogewinn noch auf sich warten läßt, sollte man gewisse NoGos vermeiden. Ich persönlich würde keinen Spielfilm kaufen, der nur 60 Min. lang ist.
Ob DVDs überhaupt noch eine Zukunft haben und ob bei 100% Piraterie noch irgendwer Filme drehen wird, das ist aber eine andere Diskussion.
Zum Seitenanfang springen
Kommentar / Bewertung abgeben
Alle Funktionen dieser Seite

Ihre Werbung hier »