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Kommentare zu Interessiert sich die Bevölkerung für Amateurfilme? (Umfrage)

Interessiert sich die Bevölkerung für Amateurfilme?

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screen
User
27.02.2009 10:55
Kommentare: 161
Forenbeiträge: 297

Mich würde noch interessieren, wie ihr auf "fremde" Menschen mit eurem Film zu geht. Also macht ihr Publik für eine Filmvorstellung in der Zeitung usw. oder geht ihr direkt mit eurem Film zu Menschengruppen und zeigt ihn dort?

Ich finde es ist ganz wichtig das sich die Menschen auch für Amateurfilme interessieren, da oftmals echt spannende Projekte dabei sind. Ich denke jedoch das auch weiterhin die "Hollywood-Streifen" geschaut werden, vorallem da dort die "bekannten" Schauspieler sind, und es vergewissert wird dass das ein "Mega-Projekt" ist. Obwohl natürlich nicht garantiert wird dass der Film so spannend ist wie ein Amateurfilm.

Ich schaue lieber gute Amateurfilme (müssen nicht die besten Schauspieler, und das teuerste Equipment sein), statt schlechte Hollywoodfilme (die teure Ausrüstung, gute Promotion machen dennoch keine gute Story).




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HomeMovieCorner
User
05.03.2009 10:41
Kommentare: 92
Forenbeiträge: 75

Gute Frage

Hm... Das ist eine gute Frage. Im Großen und Ganzen würde ich mal auf Verwandte und Bekannte tippen - und das meine ich mal in ziemlich großen Rahmen. So kann der Film durch einen großen Bekanntenkreis auch schon mal ein "local hero" werden, der in einer regionalen Gegend verdammt gut läuft. Also theoretisch: Großes Team vor und hinter der Kamera - und dann sollte jeder Mitwirkende mindestens zehn Bekannten von diesem Film erzählen.

Ich glaube, dass generell den Leuten bzw. dem Publikum klar gemacht werden muss, dass es so etwas wie eine Indie-Szene gibt. Dass diese Filme ihre Macken haben, aber dass diese Filme halt auch mit viel Herzblut gedreht wurden. Das muss erst einmal bei den Leuten "durchsickern" (und so etwas braucht nun mal Zeit). Zweitens: Man muss dem Publikum auch entgegenkommen - zumindest beim Preis. Wenn die Leute bei der Kinokassa acht, neun, zehn Euro für einen Amateurfilm zahlen, werden sie auch Ansprüche wie an einen Blockbuster stellen, für den sie auch so viel zahlen. Ich kenne Amateurfilme, die es schon um 10 oder 11 Euro auf DVD gibt - und da schlage ich gerne zu. Andererseits habe ich auch schon Amateur- und Indiefilme ohne besondere Extras um 22 Euro gesehen. Da schreckt mich schon mal der Preis ab.

In Zeiten, in denen große Multiplexxe sich von einander programm-mäßig nur dadurch unterscheiden, dass die gleichen Filmen zu verschiedenen Uhrzeiten (und das nur um jeweils 5 bis 10 Minuten auf oder ab) spielen, könnten Indie-Filme ein interessantes Alternativprogramm bieten. Allerdings - und das möchte ich auch betonen - sollte sich auch die Genre-Vielfalt bei den Indie-Produktionen erhöhen. Die ist mir ein bisschen zu eintönig.
CyLeT
User
09.06.2009 14:09
Kommentare: 64
Forenbeiträge: 124

Naja, ich find Amateuer- und Independentfilme gerade in Deutschland ziemlich wichtig, da ich wohl hier eher eine Zukunft drin sehe, als im allgemeinen Kommerztrash der deutschen Filmlandschaft. Den Profis scheinen die Ideen auszugehen, während hier ab und zu grandiose Ideen geboren werden. Warum? Na, weil hier kein Druck von Oben dabei ist. Hier kann man mal "spinnen" und dadurch sicherlich wunderbare Dinge entstehen lassen. Schaut man mal in die internationale Filmlandschaft, gab es viele Independentprojekte (ich verstehe unter dem Begriff übrigens einen erweiterte professionellere Amateurfilmprojekte!), die Grundlage für tolle Nachfolger/Remakes, etc. waren. Manchmal kann man einfach mit einer Idee punkten, auch wenn die Umsetzung nicht hollywoodreif ist. Ist ist nicht das erste Mal, das Filme auf YouTube Aufsehen erregt haben.

Jedoch ist der Zuschauer bequem geworden. Alte Filme werden als augenfeindlich eingestuft, Amateurfilm ist meistens nur mit einem müden Lächeln verbunden (wenn nicht auch als augen- und ohrenfeindlich eingestuft^^). Man bemüht sich teilweise gar nicht reinzuschauen in diese Materie. Viel mehr würden viele sich eher Kill Boll-Niveau geben oder "(Til) Schweiger der Lämmer" reinziehen. Unbekannte Schauspieler heißt wohl immer "schlechter Film".
Aber Amateurfilm ist immer noch "handmade". Ähnlich wie in Geragenbands, etc. Viele bemühen sich um einen filmischen Look, um Realismus und Seriösität bzw. Mystik. Manche haben aber auch nur Spaß daran mal vor oder hinter der Kamera bisschen Blödsinn zu machen. Beides sind aber Wege zu einem tollen Film (Trash kann auch ab und zu "Kunst" sein^^). Außerdem lernt man Produktionskosten (auch wenn sie klein sind) zu schätzen, zu improvisieren und aus Fehlern zu lernen. Man nehme einen Raum, einen guten Schauspieler, bisschen Licht von Baustrahlern, eine geliehen Kamera (und sei es halt SD-Qualy) und bisschen Know How - und zack, kann man den spannensten Film entwickeln, den man je gesehen hat...und das für unter 100€, wenn das Engagement stimmt! Alles natürlich theortisch gesehen!

Auf fremde Menschen im Internet geh ich locker drauf zu. Bei älteren Projekten sag ich denen meistens, das wir so gut wie kein Budget, nicht die beste Technik und Laienschauspieler hatten. Und ich finde es gerade hier jedesmal wunderbar, dass ich gerade von diesen unbekannten Menschen EHRLICHE Meinungen zu Filmen bekommme. Denn daraus lernt man schließlich. Bekannte und Freunde reden da gerne durch die Blumen oder laufen immer mit dem Gedanken rum "Was, der und Regisseur?"

Auch ich hab Amateurklassiker, die ich gerne Freunde und Bekannte zeige. Konstruktive Kritik nehme ich gerne von allen an. Und von destruktiver Kritik hab ich mich noch nie beeindrucken lassen^^.
"In Amerika wird Film gemacht wie ein Kunstwerk und verkauft wie eine Ware. Und in Deutschland ist das genau umgekehrt."
(Christoph Waltz im Interview in "Metropolis", Arte)
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