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Kommentare zu Aus meinem Leben (Film)

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29 Kommentare (davon 15 mit Bewertung)
Durchschnittsbewertung: 5.60 Punkte
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vlevo
ehem. User
09.03.2007 19:13
Kommentare: 125
Forenbeiträge: 26

Bewertung:
5 / 10 Punkte
Ui, dann wollen wir mal.
Ein heikles Thema dass du da ansprichst. Die Idee war sicherlich nicht schlecht. Aber die Umsetzung fand ich nicht gut für einen Bewerbungsfilm. Die beiden Frauen überzeugen nicht. Die Protagonistin spricht zu akzentuiert. So spricht kein Mensch natürlich. Die Interview Partnerin ist emotionslos und auswendig gelernt. Das Wohnzimmer hättet ihr mehr nach Therapiezimmer aussehen lassen können. Die Szenen im Dunkeln sind schlecht zu erkennen. Wie gesagt. Idee nicht schlecht. Überzeugend tut mich der Film von der Umsetzung jedoch als Bewerbungsfilm für die HFF nicht unbedingt. Ich wünsche dir dennoch viel Glück
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Thom98
User
10.03.2007 10:57
Kommentare: 38
Forenbeiträge: 93

Bewertung:
6 / 10 Punkte
Hey, hab mir den Film nun auch mal angesehen und mir "telephon" um einiges besser gefallen wie dieser hier!
Die Kameraruckler, bzw. die "unsauberen" Schwenks sind mir schon sehr negativ aufgefallen und v.a. dieses, wie Spielzwerg es ausdrückte, Filmdeutsch is echt grauenhaft :wink:

Ansonten hats mir ganz gut gefallen: Farben, Schnitt, Ton, Story. Das Ende is echt gut gemacht und diese Flashbacks auch! Muss mir die mal f-b-f angucken, wollte immer schonmal wissen wie man die macht. Sieht aus wie blur, helligheit, kontrast ganz schnell sehr hoch oder sowas...
 Wave Pictures Homepage
Bottle
User
10.03.2007 12:07
Kommentare: 74
Forenbeiträge: 31

Bewertung:
5 / 10 Punkte
Also mich hat es leider nicht so überzeugt. Die Kamerawackler sind mir ziemlich auf die Nerven gegangen, fast so schlimm wie bei "post mortem", wobei da ja zusätzlich auch noch diese grauenhaften Zooms drinnen sind. Schöne smoothe Schwenks wären da viel besser gekommen. Zum Ende hin wurde es dann besser, bzw. ist mir zumindest nicht negativ aufgefallen.

Die Essensszene hätte auf jedenfall mehr Licht vertragen.

Die Schauspieler konnten mich auch nicht so wirklich überzeugen, wobei bei dem Mädchen vor allem schon ihr Text überhaupt nicht passt. So ein "lyrischer" Text nachdem der Freund umgebracht wurde und sie vergewaltigt wurde geht einfach mal gar nicht ("Zwei bei Kallwass"). Ich denke mal in der Situation wär man etwas anders drauf.

Trotzdem viel Glück für die Bewerbung.
www.finaltakegroup.de
fpenter
User
10.03.2007 20:44
Kommentare: 96
Forenbeiträge: 22

Keine Bewertung
Film

Ich finde die idee ganz gut ihr habt es gut rübergebracht.
www.running-pictures.de
Ruhn
User
10.03.2007 20:59
Kommentare: 236
Forenbeiträge: 295

Bewertung:
6 / 10 Punkte
Das wars schon?

Die technischen Mängel (ich kann auch keine tollen Kameraschwenks) wurden schon erwähnt. Aber die Idee mit den Schwenks durch die Szenen finde ich gut.

Manchmal hat mir das Schauspiel schon ganz gut gefallen, aber manchmal auch gar nicht - also durchwachsen, der Text ist nicht so eure Stärke, finde ich. War das Absicht, dass sie sagt "Thomas ist Nichtraucher?" Das hätte schon was, weil Thomas ist tot.

Zur Idee, hm - eigentlich wäre der Film erst richtig interessant ab der Stelle geworden, als ihr aufgehört habt. Das hätte ich mal richtig spannend gefunden, da weiter zu machen.
Aber gut, war wohl nicht eure Aufgabenstellung. Erzähl doch bitte mal was von der Aufgabenstellung. Irgendwas muss ich ja vermutlich später auch mal arbeiten War das für Regie oder Kamera?

Bewertung gibts später



EDIT:
Jetzt wo du die Vorschläge nennst - hab sie mir auch mal durchgelesen. Ist ganz schön schwer, ein so komplexes Thema in fünf Minuten zu packen. Für Regie ist es vielleicht eine ein bisschen zu einseitige Erzählung, Figurenkonstellationen oder -Entwicklung fehlen halt auch - aber wie will man das alles in 5 Minuten schaffen.
Ist schon eine Herausforderung und ich bin sehr gespannt, was die Jury von deinem Beitrag hält.
Viel Glück!
Wenn man schon auf der Welt sein müsse, gefragt habe einen ja keiner, könne man auch versuchen, etwas zustande zu bringen. [Die Vermessung der Welt]
 www.oeypen.de
hobs
User
10.03.2007 21:17
Kommentare: 74
Forenbeiträge: 33

Keine Bewertung
Die Aufgabenstellung war einen szenischen (narrativen) Kurzfilm zu einem der drei Themen anzufertigen:
- Zwischen Höhenflug und Absturz (Die Geschichte eines jungen Schauspielers zwischen ersten Castings und Jobvielfalt)
- Ab morgen bin ich Brinkmann (Das wundervolle Leben in einer geklauten Biografie)
- Aus meinem Leben (Eine fiktige Ich-Erzählung eines einschneidenden Erlebnisses)
Die Länge war auf maximal 5 Minuten festgelegt.

Bewerbung ist für Film- und Fernsehspiel, also Regie.

Ich wollte das Ende offen lassen, da ein Kurzfilm ja wie eine Kurzgeschichte zu handeln ist. Die hat gegebener Maßen einen offenen Anfang und ein offenes Ende.
Die Vorgabe ist ja gewesen über das Ereignis zu reden, daher habe ich das Zusammentreffen als Ende benutzt. Nun ist natürlich die Frage, ob sie ihn verrät, erpresst, ignoriert oder was es sonst noch für Möglichkeiten gäbe.
Die Kameraschwenks waren einmal dazu gedacht Bewegung ins Geschehen zu bringen um von starren Stativaufnahmen weg zu kommen. Daher habe ich mit Handheld gedreht, was zwangsweise einige kleine Ruckler mit sich birgt. (Handheld, wie Steadicam ohne Arm/Weste)
Die schlechten Erfahrungen, die sich immer wieder in ihrem Gedächtnis festsetzen, wollte ich mit dem Aufblitzen einläuten. Der Zuschauer sollte hier zusätlich eine Untermalung für den Schockmoment erhalten, als ob es ihr beim Erzählen plötzlich wieder in Erinnerung springt.
Zur Sprache muss ich nochmal sagen, dass Christina in Wirklichkeit so "geschwollen" redet. Sie hat einige Passagen geändert und angepasst, damit sie sich nicht verstellen muss. Ich dachte eigentlich, dass das dem Erzählrythmus gut tut. Daran stören sich aber viele.
Das sie sagt "Thomas ist Nichtraucher", hat damit zu tun, dass sie da in der Gegenwart redet. Sie versetzt sich in die Nacht zurück und hat auch noch nicht wirklich verarbeitet, dass Thomas tot ist.
Kam vielleicht nicht so gut rüber.

Bin gespannt auf weitere Beiträge
MfG hobs
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moviebrat
User
10.03.2007 21:44
Kommentare: 45
Forenbeiträge: 138

Bewertung:
4 / 10 Punkte
Viele Kritikpunkte wurden von meinen Vorrednern schon angesprochen, aber ich will doch noch mal auf die eine oder andere Sache eingehen.

Ihr habt ein heikles und keineswegs einfach umzusetzendes Thema aufgegriffen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ihr nicht ausreichend recherchiert habt.

Die größte Schwierigkeit liegt meines Erachtens im Dialog. Der Dialog ist in erster Linie Beiwerk, das als Aufhänger für die zu vermittelnden Storyelemente dient und auf den Twist am Ende abzielt, ohne dass wirklich ein "echtes Gespräch" zwischen den Figuren und aus den Charakteren heraus zu entstehen scheint. Das fängt schon damit an, dass es sich um "geschriebene Sätze" und eben nicht um "gesprochene Worte" handelt. Daraus resultieren auch die Schwächen der Darsteller, denn es braucht schon richtig gute Schauspieler, um geschriebene Sätze natürlich und spontan klingen zu lassen. Ich habe das Gefühl, dass ihr euch nicht wirklich mit dem Thema "Vergewaltigungsopfer" auseinandergesetzt habt, denn ich finde die Figur und die Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählt, wenig überzeugend. Ich gebe zu, mich auf diesem Gebiet ebenfalls nicht auszukennen, aber ein Film/Dialog sollte doch wenigstens Laien von dem überzeugen können, was er erzählt.

Wie schon erwähnt, scheint mir die Sprache nicht mehr als ein Gimmick für eine packende und möglichst schockierende Story mit überraschender Wendung. Das ist an sich kein falscher Ansatz, denn Dialoge sollen ja im Idealfall die Story mit jedem Wort voranbringen und sich nicht um sich selbst drehen. Ihr habt allerdings außer Acht gelassen, dass Dialog auch immer Figurencharakterisierung ist und gerade bei einem anspruchsvollem Thema wie in Eurem Film sehr sensibel zu behandeln ist. Und zu einem überzeugenden Schauspiel gehört eben mehr als nur den Dialog "möglichst echt" zu sprechen. Bekanntermaßen macht die Sprache ja nur einen geringen Prozentsatz der menschlichen Kommunikation aus, und so sollte es sich auch mit Filmdialog verhalten.

Ich empfehle in diesem Zusammenhang immer gerne Linda Segers Buch "Von der Figur zum Charakter" (Alexander Verlag Berlin) mit einem ausgezeichneten Kapitel zum Thema Dialoge.

Noch ein paar Anmerkungen zur Kameraarbeit: Grundsätzlich ist gegen Handkamera nichts einzusetzen, aber eine überzeugende Handkamera ist schwieriger zu realisieren als man glaubt. Leider wirken die "verwackelten" Schwenks allzu oft unbeabsichtigt und erzeugen kein Gefühl von Beklemmung oder der im deutschen Film ja oft zitieren "neuen Wirklichkeit" durch eine unaufdringliche, quasi-dokumentarische Kameraführung. Richtiger Handkameraeinsatz will gut überlegt sein und dazu gehört auch das richtige Maß an "Verwackelung" oder besser gesagt Unruhe zu finden.

Die Idee mit den flüssigen Übergängen zu den Rückblenden innerhalb der Schwenks finde ich eine schöne Idee und auch gelungen umgesetzt (ebenso wie übrigens das Sound Design), allerdings bietet das Gespräch trotz Schwenks nichts weiter als ein klassisches und leider einfallsloses Schuss-Gegenschuss-Prinzip. Da erzählt mir die Kamera zu wenig, und wenn schon die Darsteller in ihrem Spiel zu wenig von der Tragweite der Geschichte vermitteln (sondern primär nur Sprache "runterbeten"), dann hätte ich mir gerne auf visueller Ebene mehr gewünscht.

Die Rückblenden hingegen finde ich eigentlich allesamt überzeugender gefilmt (auch finde ich sie nicht zu dunkel, es sind ja schließlich auch "düstere Erinnerungen" ). Doch auch hier noch ein kleiner Tipp: Rückblenden sind nur dann interessant, wenn sie uns Zuschauern auf der Bildebene mehr vermitteln als auf der Tonebene bereits das gesprochene Wort. Man nennt das auch die Bild-Ton-Schere. Ruhig mal die Off-Erzählung unterbrechen und den Bildern vertrauen oder im Gegenzug in den Bildern Informationen vermitteln, die der Off-Sprecher ausläßt. Das könnte hier sogar zu beklemmenderen Momente führen als in der aktuellen Version.


Mich würde abschließend auch das Thema der Bewerbung interessieren und wünsche Dir natürlich viel Glück. Ich hoffe, Du hältst uns auf dem Laufenden...
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sunboy
ehem. User
10.03.2007 22:33
Kommentare: 3
Forenbeiträge: 1

Bewertung:
6 / 10 Punkte
Ich habe mir den Film jetzt auch angesehen und finde ihn doch recht gut gelungen!
knu
User
14.03.2007 01:43
Kommentare: 16
Forenbeiträge: 15

Bewertung:
3 / 10 Punkte
moin hobs,
also das meiste, was ich erwähnen wollte, steht hier ja schon, daher möchte ich nochmal mit nachdrack auf ein paar verbesserungsvorschläge hinweisen:
mach nicht soo viele schwenks. das ist beim ersten mal ganz witzig, weil wir da einen übergang haben, aber danach wirkt es eher störend. bin allgemein eher ein freund des stativs, hätte aber bei dieser geschichte auch eine ruhige kamera genommen. du musst dir eben überlegen, was und wie du es zeigen willst. ich nehme an, dass du die emotionen betonen möchtest, also zeig auch gefühlsregungen bei der schauspielerin. schwenke nicht einfach an ihr vorbei, sondern zeig, wie nervös sie ist. das hätte auch etwas mehr in den dialogen herüberkommen sollen, aber die wurden hier ja auch schon zu genüge besprochen
auch das ende würde ich anders machen. das aufblitzen kommt zu oft und man merkt nicht richtig, was in der schauspielerin vorgeht; sie könnte sich jetzt an jenen abend erinnern. die szene - nur diesmal in anderem blickwinkel - könnte sich nochmal abspielen, diesmal sieht der zuschauer aber auch das gesicht des täters. weiterhin toi toi toi,
mfg.knu
hobs
User
20.03.2007 13:51
Kommentare: 74
Forenbeiträge: 33

Keine Bewertung
Hey Moviebrat!
Danke für den ausführlichen Kommentar!
Dass kein Gespräch ensteht, ist eine Folge der vorgegebenen 5Minuten und der Vorstellung, dass eine Therapie oft darauf gestützt wird, dass der Betroffene erzählt. Er soll durch das Erzählen dazu gebracht werden, mit der Vergangenheit abzuschließen und sie verarbeiten zu können.
Daher habe ich mich dazu entschlossen hauptsächlich die Betroffene reden zu lassen.
Ein weiteres Problem war, dass wir die Beiden nicht gleichzeitig vor Ort hatten. Es wurde also alles seperat aufgenommen und ein Gespräch hätte in dieser Form leider gar nicht stattfinden können.
Die Sprache von Christina, die Julia spielt, ist zugegebener Maßen kein Filmdeutsch. Ich muss aber, wie leider so oft, betonen, dass sie wirklich zu spricht. Ich wollte ihr da nichts vorschreiben, sonst hätte es meiner Meinung nach gespielt geklungen. Sie sollte sich nicht verstellen, werde das aber fürs nächste Mal testen.

Dein erwähntes Buch werde ich mir mal ansehen. Lese gerade Judith Westons "Schauspielführung in Film und Fernsehen". Sehr viele gute Tipps. Wenn sich das Buch auch sehr zieht

Die Kameraarbeit habe ich ja oben schon erwähnt. Ob das nun erreicht wurde hängt sicher auch vom Zuschauer ab. Aber aus den Entscheidungen die man trifft lernt man ja immer wieder, genauso hier.
Ich bin ein Risiko eingegangen und es hat anscheinend für dich nicht geklappt. Schade.
Werde mich das nächste Mal mehr anstrengen!



Hey knu!
Danke für deine Kritik. Wieso ich bestimmte Dinge gemacht habe, steht ja bereits weiter oben.
Die Detailsaufnahmen sind auch vorhanden gewesen, doch passten sie einfach nicht in den Film und gleichzeitig war er dann länger als die vorgegebenen 5Minuten.
Das Ende hätte ich auch gerne noch länger gemacht, doch konnte ich vom Rest nichts schneiden, da es meiner Meinung nach doch wichtig war, dies alles zu zeigen um die Geschichte überhaupt erzählt zu bekommen.
Das Rotieren sollte auch irgendwie zeigen, dass sie das alles immer und immer wieder durchmacht. Es rotiert sozusagen in ihrem Kopf.

Schade, dass dir der Film so ganz und gar nicht gefallen hat. Das sagen zumindest die 3 Punkte aus.
Wirklich schade!

Hoffe auf weitere Kommentare, vll ja noch ein paar Leute denen der Film ganz gut gefällt
Man hört ja auch gerne mal, was man gut gemacht hat.
MfG hobs
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