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Glossar

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Deinterlacing

Deinterlacing bezeichnet einen Vorgang, bei dem Bilder eines im Zeilensprungverfahren vorliegenden Filmes oder Videos in Vollbilder konvertiert werden. Dies ist grundsätzlich bei 100-Hz-Fernsehern nötig sowie bei und nicht-Röhren-TVs, also LCD-, Plasma- und Rückprojektions-Bildschirmen sowie LCD- und DLP-Projektoren. Auch wenn DVDs oder Fernsehprogramme auf Computermonitoren aller Art betrachtet werden sollen, ist Deinterlacing notwendig. Nur herkömmliche 50-Hz-Röhren-Fernsehgeräte und Röhren-Projektoren kommen ohne Deinterlacing aus.

Filme im Zeilensprungverfahren zeichnen nur die Hälfte der Linien pro Frame (abwechselnd Frames mit den geradzahligen und ungeradzahligen Linien), um Bandbreite zu sparen. Ein Deinterlacer setzt diese Halbbilder wieder zu Vollbildern zusammen. Als Verfahren wird dabei entweder die logische Farbe des Nachbargebietes extrapoliert oder, so mehr Zwischenspeicher zur Verfügung steht, das Bild mit Hilfe der Gegenzeile aus dem jeweils folgenden Bild ergänzt. Letztere Methode erzeugt zwar einen leichten Bildverzug, dieser ist aber für den Betrachter kaum bemerkbar und es entsteht insgesamt ein besseres Bild als bei einer Wiedergabe im interlaced Modus, bei der leichtes Flickern oder der sogenannte Kamm-/Treppeneffekt auftreten.

Deinterlacing ist keine "exakte Wissenschaft", da das Zeilensprung-Fernsehsignal nicht alle nötigen Informationen enthält, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Daher arbeiten Deinterlacing-Schaltkreise mit diversen Tricks und teilweise mit Methoden aus der Künstlichen Intelligenz, um gutes Deinterlacing zu erreichen. Gerade bei billigen Fernsehgeräten (außer herkömmlichen 50-Hz-Röhrengeräten) ist das Ergebnis jedoch oft eher mäßig, was sich besonders bei schnellen Bildern, etwa in Sportübertragungen, negativ bemerkbar macht.

Siehe dazu auch:
 Film fürs Web mit Freeware encodieren (XviD)
hinzugefügt von Jay



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