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Die Welle

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screen
User
20.03.2008 22:14
Kommentare: 161
Forenbeiträge: 297

Die Welle

Die Welle
Drama/Jugend - Deutschland 2008
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 107 Min. - Verleih: Constantin
Start: 13.03.2008



Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) wagt während der Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen pädagogischen Versuch, um seinen Schülern die Entstehung einer faschistischen Diktatur endlich einmal hautnah verständlich zu machen. Diese halten die Wiederholung von Nazi-Terror und Holocaust für ausgeschlossen, doch schon nach wenigen Tagen installiert sich eine Mini-Diktatur im Klassenzimmer. "Die Welle" gerät schnell außer Kontrolle.

Längst gehört Morton Rhues Jugendbuchklassiker zum Allgemeinbildungsgut an Schulen und zeigt auf erschreckende Weise, wie virulent der Faschismus bleibt. Dennis Gansel ("Napola") inszeniert packend und authentisch ein gefährliches Experiment, das 1967 tatsächlich stattfand.


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screen
User
20.03.2008 22:23
Kommentare: 161
Forenbeiträge: 297

10 von 10 Punkten !!!

Mein Absolutes Filmhighlight war der schon lange von mir erwartete Film "Die Welle", das Buch wurde bei uns in der Klasse gelesen, was mich jedoch nicht sehr überzeugt hat.
Als ich jedoch die Namen der Schauspieler beim Film hörte, und mir den Trailer ansah, dachte ich schon: In den Film MUSS ich unbedingt rein.

Wer das Buch gelesen hat, darf sich beim Film, der komplett in Neuzeit versetzt wurde, auf ein wirkliches Meisterwerk freuen.
Der Film ist wirklich sehr unterhaltend, man kann in dem Film sogar mit Leid mit dem hervorragenden Jürgen Vogel haben. Seine bisher beste Rolle!

Was mich auch sehr überzeugt hat, sind die Jungschauspieler, vorallem Frederick Lau! Der Kerl ist DER Nachwuchsschauspieler für das deutsche Fernsehen, ebesnso wie die anderen bekannten Gesichtern aus Fernsehfilmen sowie Serien (Türkisch für Anfänger).

Der Film hat ein wirklich erschreckendes Ende, über das jedoch jetzt noch nichts erzählen möchte!

Dieser Film räumt sämtliche Preise ab


Mein Tipp: Unbedingt den Film ansehen, unter 14 Jahren würde ich empfehlen mit dem Film noch zu warten, da er sonst nicht verstanden werden würde.



mfg screen.


PS: Unbedingt ansehen, mein absoluter Topfilm, und mein persöhnlicher Favorit für dieses, noch junges, Jahr!


Ruhn
User
21.03.2008 01:42
Kommentare: 236
Forenbeiträge: 295

Ganz so euphorisch bin ich dann doch nicht.
Der Trailer hat mir gut gefallen, der Film hat mir gut gefallen. Ich konnte mich ganz gut mit der Sache identifizieren, habe mich sogar manchmal in die Schule zurück gesehnt Aber der Topfilm 2008 ist das dann doch nicht, da gibts für mich andere Anwärter.
Jürgen Vogel schaue ich gerne zu. Aber in "Der freie Wille" schau ich ihm dann doch noch lieber zu als in "Die Welle". Da hatte er natürlich auch mehr zu tun und konnte mehr von seinem Können zeigen.
Dass der Film von unter 14-jährigen  nicht verstanden wird, würde ich so auch nicht unterschreiben. Es wird ja alles erklärt, wie in der Schule eben.
Der Schlusspart hat mir aber auch ziemlich gut gefallen und ich habe mich genauso über die Meute aufgeregt wie vor kurzem bei "Der Nebel" oder bei "Straw Dogs". Das war schon gut. Hier wurde die durch die Welle ausgehende Gefahr auch am deutlichsten.
Aber was mich im Nachhinein am meisten verstört hat, ist die Tatsache, dass ein Schüler für eine Projektwoche für 2 Hemden 110 Euro ausgibt.
Alles in allem nicht der überragende Film, aber Anschauen schadet nicht.
Wenn man schon auf der Welt sein müsse, gefragt habe einen ja keiner, könne man auch versuchen, etwas zustande zu bringen. [Die Vermessung der Welt]
 www.oeypen.de
ActionArnie
User
21.03.2008 13:36
Kommentare: 166
Forenbeiträge: 55

Also muss sagen, insgesamt hat mir der Film auch ziemlich gut gefallen. Besonders die straffe Inszenierung ist sehr gelungen, der Film ist durchweg extrem unterhaltsam und daher verliert man nie das Interesse, und hat eigentlich erst danach Zeit sich Gedanken zu machen, ob das jetzt alles glaubwürdig war. Teilweise gibt es wirklich sehr gelunden Szenen wo Schnitt/Bilder/Musik absolut perfekt ineinander greifen. Das Ende war durchaus beeindruckend, und spannend inszeniert. Am Anfang haben aber teilweise recht künstlich wirkende Dialoge gestört. Das ist häufig ein Problem bei Filmen die in der Schule spielen, wenn man selber noch zur Schule geht, hat man ganz genaue Vorstellungen was da so vor sich geht, worum die Gespräche gehen, was die Leute sagen usw, da wurde in diesem Film eigentlich nur auf bekannte Klischees zurückgegriffen, wodurch alles nicht ganz echt wirkte. Dieses Problem hat sich im Laufe des Films allerdings abgeschwächt, weil die Situation extremer wurde. Teilweise macht es sich der Film auch etwas einfach, manche Entwicklungen, besonders die des Lehrers sind nicht wirklich nachvollziehbar, allgemein geht alles extrem schnell. Man hätte den Film theoretisch auch deutlich ausweiten und die Entwicklungen etwas genauer zeigen können, dann wäre aber wahrscheinlich viel vom Unterhaltungswert verloren gegangen. Schauspielerisch hat mir auch Frederick Lau gefallen, meiner Meinung nach war seine Rolle auch an diverse Amokläufer in Schulen angelehnt und deshalb glaubwürdig. Man könnte den Film auch mit "Das Experiment" vergleichen, da gibt es teilweise sehr ähnliche Charaktere, im Vergleich war denke ich das Experiment noch ein Stück besser, weil die Entwicklungen einfach glaubwürdiger waren.

Dennoch kann ich jedem empfehlen den Film mal anzuschauen, sorgt eben sowohl vom Inhalt her als auch von der Umsetzung für Diskussionsstoff, was es leider viel zu selten gibt.
 psychoproductions.de
JK2
User
22.03.2008 11:04
Kommentare: 20
Forenbeiträge: 88

Also ganz kurz:

Ich fand den Film super! (Auf jedenfall ein neuer Favorit) Grade die überraschende Spannung am Ende, wo man nicht wusste ob jetzt der Lehrer durchdreht und übermütig wird - und dann plötzlich der Amokläufer! Der Knall hat viele Zuschauer glaube ich, aufschrecken lassen! Das Ende war, fand ich ein Tick zu offen. Ich hätte gerne gewusst, womit man den Lehrer genau beschuldigt. Ich habe sehr viel über den Film nachgedacht, was sicher auch z.T. der Sinn des Films war.

Ich fand ihn super!

10 Punkte von 10 Punkten
 jkproduktion.de
screen
User
23.03.2008 10:42
Kommentare: 161
Forenbeiträge: 297

Ja, was auch bemerkenswert ist, sind die vielen bekannten Gesichter. Die Jungschauspieler sind von den Gesichtern her bestimmt sehr bekannt, aber wie so vom Namen heißen ist vielleicht noch nicht so bekannt.

Das ist die Besetzung

     Frederick Lau als Tim
Jennifer Ulrich als Karo
Jürgen Vogel als Rainer Wenger
Cristina do Rego als Lisa
Max Riemelt als Marco
Christiane Paul als Anke Wenger
Amelie Kiefer als Mona
Odine Johne als Maja
Teresa Harder als Mutter
Jacob Matschenz als Dennis
Maximilian Vollmar als Bomber



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Jay
Administrator
24.03.2008 23:54
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

fand den film auch sehr gut. in meinem persönlichen 9er bereich.

was ich aber eigentlich am besten fand, war die inszenierung nach ende des films. da weiß ich allerdings nicht, ob das zufall war, oder so vorgegeben ist (da könnt ihr vielleicht was zu sagen):
nach dem film, bevor der abspann losgeht, gehen in unserem kino normalerweise langsam seitlich so gedimmte lichter an. hier aber wars anders: da wo's schwarz wird, sind schlagartig die oberlichter bei voller strahlung angegangen, quasi wie scheinwerfer aufs publikum. da bin ich fast erschrocken! und es kam mir so vor, als wolle damit gesagt werden "und jetzt schaut euch mal an! sowas passiert nicht nur im film, sondern kann euch auch passieren!"
war echt ein erlebnis das mir im kopf bleibt.

war das woanders auch so?
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 achsensprung.net
JK2
User
25.03.2008 12:41
Kommentare: 20
Forenbeiträge: 88

Also ich habs nicht gemerkt, das Ende war aber trotzdem gut inszeniert!
 jkproduktion.de
screen
User
26.03.2008 10:37
Kommentare: 161
Forenbeiträge: 297

bei uns gingen die Lichter eher langam aus, also wie bei jedem anderen Film auch. Aber der Film wird mir trotzdem immer im Kopf bleiben. Absolut Top.

mfg screen


Olli
User
27.03.2008 23:17
Kommentare: 334
Forenbeiträge: 152

Der Film war super. Vielleicht ab und an ein wenig übertrieben inszeniert, aber man bleibt immer am Ball. Hat was von Fight Club
AM Ende gingen die Lichter aber bei uns normal an. ^^
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