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Melinda und Melinda

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LosthirN
ehem. User
09.06.2005 01:50
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Melinda und Melinda



Komödie - USA 2004
FSK: Ohne Altersbeschränkung - 100 Min. - Verleih: Fox
Start: 23.06.2005

In einem Lokal in Chinatown erörtern zwei Paare anhand plastischer Beispiele die unterschiedliche Wahrnehmung der Liebe als wahlweise eine heiter-schöne oder tragisch-deprimierende Angelegenheit. In Beispiel Nummer 1 verlässt die Heldin Melinda Mann und Kind wegen eines Windhundes und tröstet sich mit Drogen über die erfolglose Suche nach Mr. Right hinweg. In der zweiten Variante muss sich die stets für ein Abenteuer empfängliche Melinda zwischen dem Mann der Träume oder dem Ehemann der besten Freundin entscheiden.

Woody Allen beweist in seinem pfiffigsten und lustigsten Werk seit langem, dass er den Draht zur Erde noch nicht verloren hat. Amanda Peet, Komiker Will Ferrell, Chloë Sevigny und Jonny Lee Miller ("Trainspotting") treten neben Titeldoppelheldin Radha Mitchell in den Beziehungskampfring.

(Quelle: Kino.de)
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Jay
Administrator
09.06.2005 15:01
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

ok dann wollen wir mal:
die idee dieses films ist wirklich gut: ein gespräch zwischen ein paar leuten. der eine schreibt tragödien, der andere komödien. und der zuschauer bekommt nun eine geschichte vorgesetzt, die teilweise (je nach dem wer erzählt) dramatisch oder komisch ist.
der name woody allen lässt auch eigentlich ganz gutes vermuten, aber die umsetzung hat (jedenfalls mir) nicht gefallen. ich denke (ohne das irgendwie wertend zu meinen) dieser film ist eher etwas für das weibliche geschlecht. ich mag tragödien einfach net. und der teil war eindeutig der größere (jedenfalls von der gefühlten zeit her), während sich die kracker in dem komödien-teil sehr in grenzen hielten.
so hab ich immerwieder auf die uhr geschaut (gut sneak war diesmal auch sehr spät), denn der film konnte mich nicht in seinen bann ziehen, sondern hat mich stellenweise richtig gelangweilt (es wurde viel zu viel gelabert). und: wirklich ALLE witze waren auch schon im trailer zu sehen.
schade, denn aus der idee hätte man wirklich was machen können.
3/10 punkte
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LosthirN
ehem. User
09.06.2005 15:16
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Dass die Geschichte von Melinda einmal von einem Komiker und einmal von einem Tragödienliebhaber erzählt und dem Zuschauer in zwei unterschiedlichen Erzählsträngen serviert wird ist eine gute Idee. Leider jedoch wurde ich von den nicht sehr klar abgegrenzten Erzählungen völlig verwirrt, was dazu führte, dass man überhaupt nicht mehr wusste ob Komödie, Tragödie, keines von beiden oder beides zusammen man denn jetzt nun ansieht. Eine Komödie kann sich dieser Film wirklich nicht nennen. Wer nach 60 Minuten (!) den ersten Lacher serviert und dann nach 20 weiteren Minuten den zweiten Lacher, der ist bei mir definitiv unten durch. In den ersten 60 Minuten herrschte bei mir gähnende Langeweile, da der Film so dermaßen lang braucht um überhaupt ein bisschen in Fahrt zu kommen. Nach den ersten 60 Minuten und dem o.g. ersten Lacher wird der Film wieder etwas interessanter und die Schauspieler scheinen sich auch so langsam in ihre Rolle eingefunden zu haben. Doch dann enthüllt sich der Film als seichtes Beziehungsdrama mit einem dermaßen abrupten Schluss, dass es mich aus meinem seligen Schlaf gerissen hat. Woody Allen scheint doch wirklich daran Gefallen zu finden, dass seine Schauspieler in jeder Szene entweder ein oder mehrere alkoholische Getränke in den Händen halten, eine Rauchen, sich ein paar Pillen einwerfen oder alles zugleich. Soetwas stößt mich als Antialkoholiker und Nichtraucher einfach nur ab. Woody Allen scheint es auch Spass zu machen sich selbst als Easter Egg in den Film einzubauen. Einmal heißt eine Bar "Joe Allen", dann läuft an Halloween ein Typ durch die Gegend der eine Woody-Allen-Maske trägt. Ich glaube der gute alte Woody nimmt sich da etwas sehr zu wichtig raus.
Ein paar kleine aber nervige Filmfehler habe ich auch entdeckt (ich habe nicht immer geschlafen!). Etwa als sich die Halskette einer Frau innerhalb von 5 Minuten nach jedem Schnitt fünfmal komplett verändert hat...
Kommen wir aber jetzt zu einem Abschluss: Die wenigen vorhandenen Witze waren gut, die Idee an sich ebenfalls. Jedoch störte die verworrene Umsetzung der Idee und die dröge Langatmigkeit der Erzählweise.
Zusammen mit keiner Kino- bzw. DVD-Empfehlung gibt es von mir

3 / 10 Punkte
Snake
User
07.07.2005 18:36
Kommentare: 52
Forenbeiträge: 26

nicht so ganz

Also mir hat es extrem gefehlt, wirklich in den Film eintauchen zu können.
Die Idee Tragödie vs. Komödie fand ich ja relativ lustig, aber beide waren meiner Meinung nach nicht 100%ig ausgearbeitet.
Die Tragödie war mir nicht tragisch genug und die Komödie war mir zu unlustig.
Die Tragödie baut mir zu sehr auf die Monologe der verkorksten Vergangenheit von Melinda auf und hat eigentlich keinen einzigen Charakter bei dem man annäherend eine Identifikationsfigur rausholen könnte.
Die Komödie hat Will Ferrell, das is alles. Und der spielt eindeutig Woody Allen, das merkt man sogar bei den Bewegungen. Außer bei zwei Szenen ( Wunderlampe/ inflagranti und Ausflug zum Ferienhaus ) konnte ich sonst nicht mal wirklich schmunzeln. Und am Ende merkt man, dass Allen keine große Lust mehr hat und schnell zum Ende kommt, bei beiden Genres.
4/10
Bei Allen erwarte ich mir einfach mehr.
DonAmateurix ist mein bester Freund
Isa
ehem. User
28.07.2005 14:09
Kommentare: 29
Forenbeiträge: 6

Also ich fand den Film außerordentlich interessant. Die darstellerischen Leistungen und die Dialogausarbeitung war bei diesem Allen-Film so liebevoll durchdacht wie schon lange nicht mehr.
Aber es stimmt, Will Ferrell spielt den Charakter den sonst Woody Allen normalerweise übernimmt und Allen hätte es lieber gleich selbst spielen sollen.

Ansonsten war ich sehr positiv angetan und freue mich schon auf den nächsten Streich von ihm.

8/10
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