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The Statement

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LosthirN
ehem. User
16.06.2005 02:36
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

The Statement



Thriller - Kanada/Großbritannien/Fra. 2003
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 120 Min. - Verleih: Universum (Central)
Start: 23.06.2005

Vor 50 Jahren tötete Pierre Brossard (Michael Caine), Mitglied einer geheimnisumwitterten katholischen Sekte, auf Befehl der nazitreuen Vichy-Regierung in Frankreich sieben jüdische Geiseln. Trotzdem wurde er nach Jahren des Untertauchens im Schoß der Kirche vom Präsidenten persönlich begnadigt. Nun jedoch tritt ein neues Gesetz bezüglich Verbrechen wider die Humanität in Kraft, und Brossard muss erneut fliehen. Diesmal ist allerdings nicht nur Vater Staat, sondern auch eine mysteriöse private Killertruppe hinter ihm her.

Ronald Harwood ("Der Pianist") schrieb das Drehbuch und Hollywoodveteran Norman Jewison ("Rollerball") inszenierte den hochkarätig besetzten Politthriller frei nach einer wahren Begebenheit.

(Quelle: Kino.de)
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LosthirN
ehem. User
16.06.2005 12:11
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Der Film begann mit schwerer Kost: In der Nacht werden in einem kleinen französischen Dorf mehrere Männer von Nazisympathisanten aus ihren Häusern gezerrt; sieben davon werden ausgewählt und hingerichtet weil sie Juden sind.
Den Schießbefehl gab Pierre Brossard.
50 Jahre später lebt Brossard versteckt und stetig vor möglichen Rächern von Dorf zu Dorf flüchtend. Brossard wird jede Nacht von Alpträumen heimgesucht, wie ihm damals die sieben Juden kurz vor ihrer Ermordung in die Augen gesehen haben. Zwanghaft kämpft Brossard in den letzten Tagen seines Lebens einzig um die Erlösung und die Vergebung seiner Sünden. Dies zeigt sich darin, dass Brossard oft das „Ave Maria“ betet und seine Christopherus-Plakette küsst.
Der gesamte Film ist ein größtenteils fesselndes Versteckspiel mit einer ehrgeizigen Anwältin (gespielt von Tilda Swinton, die sich zum Glück diesmal nicht ausgezogen hat! Siehe „Young Adam“) und einer mysteriösen jüdischen Gruppe, die sich scheinbar an Brossard rächen will.
Der Film beleuchtet sowohl Brossards Leben auf der Flucht, die Ermittlungsarbeiten der Anwältin, sowie die Aktivitäten der „Killertruppe“, was dem Zuschauer sowohl verschiedene Aspekte des Flüchtenden näher bringt, aber dennoch nicht zu viel von dem weiteren Verlauf der Story verrät.
Das namensgebende Dokument „The Statement“ tritt leider angesichts der Schnitzeljagd durch Bergklöster und Cafes, über Kirchtürmen und selbst in den Vatikan in den Hintergrund.
Michael Caine lebt regelrecht den unverbesserlichen Alt-Nazi vor, der sich keinerlei Schuld bewusst ist und doch nur sein Seelenheil retten will. Zusammen mit seiner sparsamen jedoch beeindruckenden Mimik und seiner effektvollen Stimme spielt er alle seine Schauspielkollegen mühelos an die Wand.
Als Brossards Flucht ihn allerdings durch das vierte Kaffee, über die zweite Leiche in das sechste Kloster führt und ihm alle seine Verfolger zwei Schritte hinterher hinken, beginnt der Film leider nur langsam vor sich hin zu plätschern. Dennoch ist man gespannt, da man an keiner Stelle des Filmes das Ende voraussehen konnte. Kommt Brossard mit dem Leben davon? Wird er verhaftet? Wird er von dem „Killerkommando“ schließlich doch noch gerichtet? Oder stirbt er einfach an einem Herzinfarkt?
Fragen über Fragen, da hilft nur eines: Anschauen!

Wer ein paar allgemeine Hintergrundinformationen zum Nazi- / Vichy-Regime, verpackt in eine fesselnde Story, mit einem sehr gut spielenden Michael Caine erhalten will und mehr über das Gefühlsleben eines untergetauchten Kriegsverbrechers erfahren möchte (Ich war die ganze Zeit an Josef Mengele erinnert), der ist in diesem Film gut aufgehoben.
Leider trüben manche zu langatmigen Szenen und ein paar leider ungewollt witzige Dialoge das Gesamtbild und drücken damit meine Wertung auf

7 / 10
HomeMovieCorner
User
22.06.2005 19:51
Kommentare: 92
Forenbeiträge: 75

Ich hoffe, der Film kommt nach Österreich. Klingt wirklich sehr interessant.
Jay
Administrator
22.06.2005 19:53
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

hm ich dachte ich hätte hier schon ne kritik geschrieben, hab ich wohl geträumt.

ich fand ihn irgendwie einfach zu langweilig.

5/10
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