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Eine Szene aus meinem aufgegeben Film...

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Drago
User
04.07.2008 14:55
Kommentare: 20
Forenbeiträge: 27

Eine Szene aus meinem aufgegeben Film...

Ich wollte dem Forum diese Szene nicht zumuten, da es kein vollständiger Film ist und die Szene nicht besonders viel Handlung beinhaltet. Deshalb habe ich mich entschlossen, euch den Film als separaten Download anzubieten. Die Geschichte dazu hier:

Ich habe mich vor einigen Monaten erstmals entschlossen etwas mit Film zu machen (sprich: einen Amateurfilm zu drehen). Ich bin 17 Jahre alt und habe daher auch noch die Möglichkeit mich beruflich im Filmgeschäft zu orientieren. Dabei würden mich vor allem die Gebiete des Drehbuchautors und des Regisseurs interessieren. Also habe ich mich an ein Drehbuch gesetzt (das in dieser Szene leider überhaupt nicht zur Geltung kommt) und habe angefangen zu filmen. Von Anfang war mir klar, dass ich keinerlei Unterstützung hatte, da sich keiner in meiner unmittelbaren Umgebung für das Filmen interessiert. Ich habe es trotzdem versucht. Doch viele Faktoren haben es mir nicht leicht gemacht: Am Anfang war es noch das Wetter, das mich frustriert hatte (ich brauchte bestimmte Bedingungen für den Film). Doch mit der Zeit erkannte ich auch (was ich fast schon geahnt hatte), dass ich alleine nicht viel ausrichten kann: Ich war nicht in der Lage, die Rolle des Schauspielers (von 2 Rollen), des Kameramanns und was sonst noch alles so dazu gehört, auszufüllen. Nach etwa 3 Monaten habe ich dann das Projekt für "tot" erklärt, aber damit es nicht völlig umsonst war (ganz gleich wie schlecht meine Arbeit bis dahin war), möchte ich meine einzige gedrehte Szene veröffentlichen.

Wie gesagt, sie spiegelt leider nicht viel des geplanten Films wieder, aber darum geht es auch gar nicht.

 rapidshare.com/files/127038784/Szene_1.avi.html

oder:

 www.youtube.com/watch?v=h7ZHVLLgwtM


mfG Drago
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20.01.2018 09:45



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CyLeT
User
05.07.2008 13:46
Kommentare: 64
Forenbeiträge: 124

Hmm..."irgendwas mit Film machen" ist meist ein Anfang...aber nur der Anfang. Der Weg in die Richtung ist recht kostspielig und verlangt oft auch starkes Durchsetzungsvermögen. Man muss sich manchmal gegen viele Dinge stellen um gewisse Projekte umsetzen zu können. Und wenn man ein Projekt mal fertig abgeschlossen hat und man sagen kann "Wow, ich weiß nicht wie ich das geschafft hab, aber es hat echt geklappt!", dann biste meist aufm richtigen Weg.
Ich hab von so manchen Schauspielern, die sich meist kleinere Projekte für ihre Demo-Reels suchen, gehört, das viele Projekte vor dem Dreh schon am Sterben sind. Meist stimmt die technische und personelle Umgebung einfach nicht, oder der Regisseur will "mal eben nur en Film machen". Größenwahn ist gefährlich, aber ein bisschen Stabilität des Wunsches "ICH will diesen Film jetzt machen" braucht man, auch wenn man realistisch bleiben muss. Deswegen sind zu große und zu utopische Projekte (Fantasy, Action,...) meist von vorne rein schon zum Scheitern verurteilt. Es kommt natürlich drauf an, ob man was just for fun macht oder ob man schon eine gewisse Erfahrung im Hinblick auf berufliche Aussichten sammeln will.
Ich muss sagen, um mit Film anzufangen, ist es nie zu spät - die großen erfolgreichen sind ja meist 30-40 aufwärts - ABER man sollte schon immer eine Grundbegeisterung dafür gehabt haben. Drehbücher schreiben ist immer ein guter Start, gerade als Drehbuchautor oder Regisseur. Kleine einfache Projekte um das System "Film" zu verstehen. Um Charakterdesign, Plotdesign, aber auch das Arbeiten mit den Darstellern, etc. zu lernen (und ich denke, da kann man nie ausgelernt sein). Dazu kommen technische Grundkenntnisse, gewisse No-Go's, die man im Drehbuch vlt. schon verhindern kann...
Mein erstes Projekt hatte drei Anläufe gebraucht, aber ich habe es umgesetzt. Das zweite Projekt machte schon einen riesigen Sprung in Qualität und Umsetzung...und sofern man davon nicht abgeschreckt wird, spricht nichts dagegen, weiter zu machen, immer wieder Neuerungen reinzubringen (Laiendarsteller in Schauspieler auszuwechseln, mit professionelleren Teams zusammenzuarbeiten, größere umfangreichere Storys zu schreiben und umzusetzen, usw.).
Der "Frust" über gewisse Dinge ist immer da und wer sich davon nicht einkriegen lässt, ist auf dem besten Weg...aber der führt (leider?!) nicht immer zum gewünschten Ziel.
"In Amerika wird Film gemacht wie ein Kunstwerk und verkauft wie eine Ware. Und in Deutschland ist das genau umgekehrt."
(Christoph Waltz im Interview in "Metropolis", Arte)
Drago
User
05.07.2008 23:37
Kommentare: 20
Forenbeiträge: 27

Danke für deinen Erfahrungsbericht!
Ich habe vor an der Sache dran zu bleiben. Wie schon erwähnt arbeite ich an einem völlig neuen Drehbuch und bin gerade dabei mein eigenes Team aufzustellen, weil es alleine einfach nicht geht!
h-s-p
User
13.08.2008 11:27
Kommentare: 13
Forenbeiträge: 25

CyLeT hat da ganz recht... dran-bleiben, ist das allerwichtigste! wer aufgibt ist falsch in der Branche...

Um mal auf deine Szene zu kommen, die is Hammer! ganz ehrlich, da liegt höllisch gutes Potential...
Dein Stil gefällt mir sehr gut und dein Spiel mit dem Licht zeigt, dass du kreativ bist und einen sehr guten Geschmack hast!    Also, weiter so!

Ich (DrehbuchAutor und Regisseur) muss da an meinen ersten Film (von 2000) denken.
Team: 8 Leute - Drehzeit: 8 Stunden(!) -  Drehbuch: keine 30 Seiten und am Drehtag war keins am Set - Filmlänge: 30 min + Outtakes - Kosten im 3-stelligen Bereich - Schulnote (1-6): 5-
und dann unser aktuelles Projekt (release 2009):
Team: ca. 50 Leute (Komparsen der baldigen Massen-szene nicht mitgerechnet) -
Drehzeit: über 8 Monate (!) - Drehbuch: über 50 Seiten und regelmäßiges update -
(vorraussichtliche) Filmlänge: 120 min - Kosten im 5-stelligen Bereich

Du siehst, selbst wenn man klein anfängt, kann was GROßES draus wachsen!

Ich habe 1999 mit kurzen, satirischen Clips angefangen. Und dann 6 Filme gedreht, bei denen ich viiiieeel gelernt habe! Ich habe also fast 10 Jahre investiert, um mal einen Film zu machen, auf den ich stolz sein kann...

und wie CyLeT schon sagte, die Probleme hören nie auf. Egal wie groß dein Team/ das Projekt ist. Im Gegenteil, sie wachsen mit! Aber man lernt auch damit umzugehen...

Ich wünsche dir viel erfolg, du hast das Zeug, ein ganz großer zu werden!

peace peter
"Das ist der unbequemste Sarg, in dem ich je gelegen habe!" (Martin Landau als Bela Lugosi in "Ed Wood")
FunnyML
User
17.08.2008 18:13
Kommentare: 26
Forenbeiträge: 38

Mir gefällt der optische Stil ebenfalls sehr gut!

Unser Stammteam umfasst leider auch nur 2 Leute, von daher weiß ich, wie schwer es ist, so etwas wie diese Szene auf die Beine zu stellen.

Ich bin sicher, dass du für so ein Projekt Unterstützung aus deiner Umgebung bekommst, wenn du in einigen Foren die Story präsentierst. Es gibt bundesweit so viele Einzelgänger, die Potential haben, es aber meistens bereits an fehlenden Teammitgliedern scheitert.

Ich kanns kaum erwarten, wenn das Projekt eines Tages wieder reanimiert wird!
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