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Batman Begins

Forenübersicht » Filmrezensionen (Kinofilme) » Batman Begins

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HomeMovieCorner
User
22.06.2005 19:53
Kommentare: 92
Forenbeiträge: 75

Batman Begins

Die Geschichte, warum Bruce Wayne zum Batman wurde, kennt man ja. Als Junge musste er miterleben, wie seine Eltern von einem Straßendieb umgebracht wurde. Jahre später führt Wayne ein Doppelleben: Einerseits mimt er den Playboy, der sich um sein Geld nicht kümmert, andererseits schwingt er als maskierter Rächer durch Gotham City.

Moment, fehlt da nicht etwas? Ja, wie kam Bruce Wayne denn nun zu seinem Fledermaussymbol, seinen Kampfkünsten, seiner Bat-Höhle und seinem Kostüm (mit dem er sicher DER Hit in jedem Darkroom wäre).

Und genau hier setzt " Batman Begins" an. Erzählt wird das Year One - das Jahr, in dem Bruce Wayne sein Batman-Kostüm das erste Mal überstreift. Davor irrte der junge Bruce Wayne (Christian Bale) durch die Weltgeschichte, um jede Menge über das Verbrechen zu lernen - und sei es selbst als Gangster. In China wird er schließlich verhaftet und muss eine Strafe absitzen (wobei natürlich irgendwelche ganz, ganz Bösen ihm nach dem Leben trachten).  

Dort trifft er auf Henry Ducard (Liam Neeson), der ihm erstens die Freiheit anbietet und zweitens die Kunst der Ninja lehrt. Ducard gehört dem Orden der Schatten an, die dem geheimnisvollen R'as al Ghul unterstehen. Der Orden will die Städte von der Korruption befreien – und wenn dabei die ganze Bevölkerung drauf geht. Auch Bruce Wayne ist anfangs für diese Ideen empfänglich. Doch als es darauf ankommt, kneift er - und steckt das Kloster der Ninjas in Brand. Wieder daheim in Gotham nimmt sich Bruce Wayne auf seine Weise der Gangster an.

Zuerst muss ein Symbol her (wobei er auch sein Kindheitstrauma verbraten kann), dann ein Kostüm, ein Auto, usw., usf. Schon praktisch, dass Wayne Enterprises auch Waffen-Prototypen herstellt, die nie jemand ordert. Seine erste Versuche als Batman sind noch etwas unbeholfen, blaue Flecken am Tag danach sind die Folgen. Auch muss Wayne sich das Image eines Playboys erst mühsam aufbauen. Blöd auch, dass seine Jugendliebe Rachel Dawes, mittlerweile zur stellvertretenden Staatsanwältin herangereift, ihn nicht für voll nimmt. Und je mehr Batman im Untergrund wühlt, desto stärker wird der Verdacht, dass beim Brand des Klosters nicht alle Schatten umgekommen sind. Wollen sie Gotham jetzt mit Feuer und Flamme reinigen?

Der Film selbst ist eine zwiespältige Angelegenheit: Die Schauspieler sind – bis auf einige Ausnahmen – absolut genial. Christian Bale IST Batman. Michael Caine als Butler Alfred ist ebenfalls superb besetzt. Katie Holmes hätte man sich ersparen können (1. Zu jung, um wirklich eine Staatsanwältin zu sein. 2. Schaut entweder lieb oder g’schreckt drein). Die Geschichte ist eher mau – und nur, weil einige nette Ideen dabei sind, breche ich deswegen nicht wirklich in Begeisterungsstürme aus. Echt ärgerlich ist, dass Gary Oldman rein zum Stichtwortgeber verkommt. Positiv wiederum Liam Neeson, der
Spoiler (zum Lesen anklicken)
diesmal nicht der Gute ist - und auch nicht wirklich Henry Ducard.


Die Kampfszenen sind so schnell und so stakkatoartig geschnitten, dass einem ganz wirr im Schädel wird. Und die Musik... na ja, es fehlt einfach ein Batman-Theme wie es Danny Elfman für die vorigen Batman-Filme komponiert hat.

PS: Es gibt eine Comic-Serie namens Batman: Year One. Die Serie habe ich nie wirklich gelesen, daher weiß ich auch nicht, ob die Serie auch die Vorlage zum Film ist.

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LosthirN
ehem. User
22.06.2005 20:19
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Diesen Film werde ich mir ganz sicher nicht im Kino ansehen. Ich habe die Batman-Trailer gesehen. Die Story scheint ja abgrundtief sinnlos zu sein und die Actionsequenzen sind auch lächerlich. Weiß der Teufel wie die Kritiker von  www.filmstarts.de dem Film 9 von 10 Punkten geben konnten. Normalerweise stimme ich mit deren Wertungen größtenteils überein.
Jay
Administrator
22.06.2005 20:26
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

tja vielleicht wirst du dann enttäuscht sein, wenn du den film auf dvd siehst, dass du ihn nicht im kino gesehen hast.

ich werd mir den film allerdings auch nicht im kino ansehen - batman interessiert mich einfach net.
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freezer
Moderator
22.06.2005 21:00
Kommentare: 522
Forenbeiträge: 557

Also ich fand den Film grandios - gut Story, gute Darsteller, gute Effekte, gute Musik.
10 von 10 Punkten.

Ich habe die alten Batman-Filme überhaupt nicht gemocht, aber dieser hier ist so richtig nach meinem Geschmack - düster, menschlich, realistisch. Die Probleme mancher, den Kampfszenen zu folgen, kann ich nicht nachvollziehen - Batman kämpft genau so, wie man es erwarten würde, wenn es ihn gäbe.

Endlich mal wieder ein Film, der mich so richtig reingezogen hat.
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HomeMovieCorner
User
23.06.2005 09:48
Kommentare: 92
Forenbeiträge: 75

Ich bin schon ein großer Batman-Fan - aber eher von den Comics als von den Filmen. Und irgendwie habe ich nie das Gefühl, dass die Düsternis der Comics durch Film je erreicht wird. "Batman Begins" ist wirklich interessanter als die vorigen Filme, weil menschlicher und (halbwegs) realistischer. Aber das sind - für mich - nur einige Aspekte einer an sich schwachen Story.

@ Robert (freezer): Echt, Dir hat die Musik gefallen? Sie ist an mir vorbeigerauscht ohne irgendwelche Höhen und Tiefen. Und es hat irgendwie ein Batman-Theme gefehlt. Vor allem der Endkampf in der U-Bahn war für mich optisch vollkommen misslungen.

Off Topic: @ freezer: Habt Ihr schon die DVDs von uldmedia bekommen?
Snake
User
23.06.2005 10:32
Kommentare: 52
Forenbeiträge: 26

Batman Begins

Batman Begins ist für mich eines der größten Kinoerlebnisse geworden.

Über die 7 Jahre von Bruce Waynes Verschwinden in der Weltgeschichte wurde in den Comics nie wirklich viel erzählt, eher nur angedeutet, doch was Nolan daraus gespinnt hat, ist ein epischer Selbstfindungstrip der Superlative. Auch die Vater/Sohn Rückblenden haben endlich mal eine Seele. Das Verhältnis zwischen beiden wird sehr emotional und keineswegs kitschig geschildert. Zum ersten mal hat man einen Batman geschaffen, dessen Handlungen 100%ig nachvollziehbar sind, das war nicht einmal in den Comics immer der Fall. Es ist eine epische, große Anfangsgeschichte und sie ist gut durchdacht und zum ersten mal wirklich verständlich.

Die Darsteller sind beeindruckend und Katie Holmes hat ja auch nur den Sinn gerettet zu werden und feuchte Männerträume zu erfüllen und nicht mehr.
Gott sei Dank sind die Zeiten vorüber wo eine beknackte Alicia Silverstone und ein 38 jähriger Robin neben dem schwarzen Ritter herumrennen.
Ich hoffe es bleibt dabei.

Die Musik ist genial konzipiert. Hans Zimmer und James Newton Howard zeichnen sich hierfür verantwortlich und haben ein Thema für Wayne, aber nicht für Batman komponiert. Wieso auch? Batman ist noch kein Held, er beginnt erst eine Legende aus sich zu machen. Das Hauptthema des Films widmet sich der emotionalen Reise von Bruce Wayne und das tut auch die Musik. Der Score variiert gekonnt vom tragischen ins düstere und vom düsteren ins leicht heroische Thema von Wayne.

Für mich der beste Batman aller Zeiten und ich freu mich schon auf Batman continues
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freezer
Moderator
23.06.2005 15:48
Kommentare: 522
Forenbeiträge: 557

@ Rodja
Ich habe mir im Vorfeld schon den Soundtrack gekauft und tagelang angehört - da kommt das im Film dann gleich ganz anders, weil Wiedererkennungswert
Es geht im Film ja auch mehr um Bruce Wayne als um Batman und das spiegelt sich im Score wunderbar wieder.

Off Topic: ja wir haben die DVDs bekommen und gleich wieder zurückschicken müssen, weil ein Druckfehler (Cover) beim Presswerk passiert ist.
Tja, also noch ein bisserl warten.
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Cord
User
14.02.2006 03:53
Kommentare: 119
Forenbeiträge: 112

Ich bin mit Batman gross geworden. Weiss noch genau, wie ich damals stolz war, BATMAN 1 im Kino sehen zu dürfen. Wau, was für ein Erlebnis. Vor allem das ganze Marketing. Ich weiss noch, wie es davon alles gab: Tassen, Unterhosen, sogar Kondome (!). Die ersten beiden Batman Teile von Tim Burton waren genial, alles andere wirklich schlecht. Bis Batman begins kam.... .

Ich halte diesen Film mit Abstand einen der besten Filme in der letzten zeit, die ich gesehen habe. Ich war zum einen von der genialen Musik (Hans Zimmer!!!!) und von den eindrucksvollen Bilder einfach begeistert. Dann noch die überzeugenden Charaktere (Vor allem Batman und die Vogelscheuche) fand ich einfach einsame Spitze besetzt.

Besonders die Betonung der MENSCHLICHEN Seite Batmans haben mich sehr fasziniert. Denn er lehnt zuerst diese Seite ab, bis er dann durch seine Entwicklung zu Batman wird. Die Dialoge sind ebenfalls einfach nur genial, vor allem sehr methaporisch. Ich bekam sehr oft Gänsehaut, von vielen Filmszenen, der Musik sowie von vielen Dialogszenen! Einfach genial!

Wer sich von sehr symbolischen Filmen verzaubern lassen kann, gerne noch dazulernen will und dabei noch gut unterhalten werden will, sollte diesen Film auf jeden Fall sehen! Nicht nur was für BATMAN-FANS!
 cordneubersch.de
 refugium-artworks.de
JayLuis
User
22.04.2006 19:41
Kommentare: 0
Forenbeiträge: 8

BATTHUMB

Der Film ist wirklich nicht schlecht, und die Besetzung klasse. Hier haben wir aber einen klassischen Fall von verfehltem Potential.
Vorweg möchte ich sagen, dass es ein paar Momente gab, die ich so sehr an Filmen liebe, die mich einfach begeistert haben. Aber es wwaren so wenige.
Der Film hat längen (Krimi-Teil langweilig) und die U-Bahn Absturz Sequenz... na ja.

Über die Musik... tja, fand ich nit so doll. Danny Elfman hat da einfach einen perfekten Score geschaffen, da kann Hans Zimmer einfach nicht mithalten.
Und selbst für die, die die Musik klasse fanden; ZU LEISE!!!!!!
So was nervt mich an den heutigen Filmen so. Hauptsache man hört schön laut die Soubdeffekte, Bumm, Krach, Scrouch, Päng!!!!
Gerade in Action-Sequenzen wie bei Batman, wo nicht nur gefightet wird , sondern Emotionen eine starke Rolle dabei spielen (Düsterniss kann auch eine Emotion sein, nicht zu vergessen, das über sich Hinauswachsen, das Werden zum Heldensymbol)

Liebe Filmemacher, nehmt Euch ein Beispiel an Gladiator, da hat die Musik den Film getragen, wie es bei (fast) JEDEN Film sein sollte!!!!!!!

Wäre die Musik lauter abgemischt worden, wäre Batman Begins sicher ein wenig besser geworden.

Beispiel: The Sixtht Day mit jaja, Schwarzennegger, da gab es als Bonus einen Kommentar zur Filmmusik vom Komponisten, wo man nur diesen und die Musik hörte. Auf einmal wurde einem klar, welch geniale Musik. Bei der Autoverfolgunsjagd war sie großartig. Da schalte ich begeistert wieder zu der Stelle im Film, und was passiert? NIX!!! Nix höre ich von der fantastischen Musik, nur Krawall!!! KOOOOOTZ!!!!!

Zurück zu Batman. Der nächste Film wird sicher besser.

Übrigens, an alle Fans des Klamauks: Ich lege Euch wärmstens
"Bat-Thumb" ans Herz, Batman als DaumenKino, großartig, zum Totlachen! Ich empfehle Euch auch dringend den nicht synkronisierten Original-Ton. "I´m Batthumb" *Kreisch*


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