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The Dark Knight

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FreddyJBrown
User
04.09.2008 10:51
Kommentare: 328
Forenbeiträge: 49

Der Joker war euch nicht krank genug? Gerade in seinem gleichgültigen und ruhigen Verhalten liegt doch das eigentliche Psychopathische seines Charakters.
Wenn es nur um die Gestik ginge, hätte man auch Jim Carrey als Joker nehmen können, Gott sei Dank ist es aber nicht so...

Ich kopier mal auf nem anderen Forum, war als großer Batman und Joker Fan direkt am ersten Tag im Kino:
++Vorsicht: Extreme SPOILER-Gefahr++

Ich hatte zuvor richtig Angst, dass sich durch den Hype und die guten Kritiken meine Erwartungen zu hoch eingestuft hatten. Doch diese Gedanken verflüchtigten sich schon in der ersten Szene...
Am Ende der Vorstellung saß ich bis zum letzten Namen des Abspanns im Kinosessel, denn ich musste erstmal verdauen, was ich da grad gesehen habe.

"The Dark Knight" ist zusammen mit seinem Vorgänger definitiv die beste Comic-Verfilmung, die ich je gesehen habe. Nolans Batman ist erwachsener, seriöser und setzt sich mit aktuelleren Problemen auseinander, als die Freunde von Marvel oder sein DC-Kollege Superman.
Dazu kommt, dass er kein Superheld in dem Sinne ist, sondern eine gespaltene Persönlichkeit - einmal der stinkreiche und arrogante Lebemann, und einmal der Rächer der Nacht. Während "Batman Begins" sich auf die Person Bruce Wayne bezogen hat, focussiert "The Dark Knight" eindeutig auf den Superhelden Batman.

Nun kommen wir mal auf den Joker zu sprechen, der schon immer mein Lieblingscharakter im Superhelden-Comicuniversum war. Und hier gebührt einfach Tribut an Heath Ledger, denn - ich weiß, dass es schon so oft kam - er hat ihn einfach großartig gespielt! Währen Jack Nicholson in Burtons "Batman" den Joker als witzig-irren Killer-Clown interpretierte, spielt Ledger ihn als psychopathischen chaossüchtigen Anarchisten, der näher am Comic liegt. Und trotzdem fehlt ihm nicht der nötige Humor (Bleistift-Trick, Auftritt im Krankenhaus etc.), den der Joker nunmal hat.
Es ist zudem Ledgers schauspielerische Kraft, die dem Film auch an seinen etwas schwächeren Momenten Auftrieb gibt. Hier kriegt der Joker, was er verdient: Einen großartigen Batman-Film!

Weitere Leistungen, die zu würdigen sind, sind die von Gary Oldman, der als Jim Gordon im neuen Film definitiv mehr zu tun hat als in "Batman Begins" (ich hab kurzzeitig echt den Atem angehalten, als er angeschossen und für tot erklärt wurde, aber dann dachte ich an die Trailer-Szene, die musste ja auch noch kommen... ^^) und Aaron Eckhardt, der als Harvey Dent alles verliert und schließlich dem dunklen Schicksal Two-Face verfällt.

Mir wirkte die letzte halbe Stunde des Filmes übrigens gar nicht so deplatziert, denn es war nur die Vollendung von Jokers indirektem Plan, einen der drei Träger Gothams zu Fall zu bringen.

Maggie Gyllenhaal hat zwar Rachel besser als Katie Holmes gespielt, wirkte aber gleichzeitig etwas gealtert (auch wenn die beiden Schauspielerinnen in echt alterstechnisch nicht so weit auseinanderliegen). Ihren Tod hätte ich so nicht erwartet. Ein weiterer Tabubruch für das Genre, was für mich den Film nocht mehr herausstellt.
Die restliche Crew von Michael Caine als Alfred (dessen Auftritte diesmal leider etwas kürzer ausfielen) und Morgan Freeman als Lucius Fox (der proportional dazu einen größeren Auftritt hatte) waren wie immer gut. Was mich gestört hat, war Cillian Murphys zum Cameo-Auftritt verkommener Charakter Scarecrow, auf den ich mich eg auch gefreut habe.

Von der Inszenierung her kann man eigentlich nirgends meckern. Der Film überzeugt durch und durch. Er hat nach der genialen Anfangsszene durchaus ein/zwei Probleme Antrieb zu gewinnen, schafft dies aber dann spätestens nach dem Einsatz in Hong Kong, den ich als Zwischenmission gar nicht so schlecht fand. Die Actionszenen des Filmes zählen wohl zu den besten, die ich überhaupt gesehen habe. Hier kann man überhaupt nicht meckern, einfach 1A!

Alles in allem hat mich "The Dark Knight" vollkommen überzeugt und alle Befürchtungen über eine Enttäuschung widerlegt. Ist er besser als "Batman Begins"? Nun, ich würde sagen in gewissem Maße schon, aber auch Teil 1 hatte seine tollen Momente. Beides sind großartige Filme, die sich perfekt ergänzen, aber sich irgendwo doch immer wieder unterscheiden.
Fakt ist: "The Dark Knight" ist ein anspruchsvoller Actionthriller der Superlative und gleichzeitig ein Ego-Trip für die drei Protagonisten.
Besonderer Respekt gebührt Heath Ledger, der als verrückt-komischer Joker in "The Dark Knight" einen der besten Bösewichte der Filmgeschichte abliefert.

Trotzdem eines noch: Ich hoffe, dass Batman in Teil 3 wieder auf sein altes Anwesen zurückzieht!

10 von 10 Bleistift-Tricks
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h-s-p
User
04.09.2008 11:15
Kommentare: 13
Forenbeiträge: 25

@FreddyJBrown... also zwischen Burtons Joker und Nolans Joker sehe ich charakterlich nicht viele unterschiede...was nicht heißen soll, das Ledgers Leistung nicht spitze war!
ich liebe beide Jokers!

und zum Teil 3 kann ich nur sagen, ich hoffe, sie machen keinen! Denn die Ansprüche sind durch tdk fast unerreichbar hoch und ich will nicht enttäuscht werden!

und auch wenn es immer eine Fraktion geben wird die Burtons Batman besser finden und ein Fraktion, die Nolans Batman besser finden, sind sich doch bei tdk alle einig, dass der Film verdammt geil ist!

ps.: Die Gerüchteküche brodelt:
 www.kino.de/news/depp-als-batman-boesewicht/258739.html?channel=kino
"Das ist der unbequemste Sarg, in dem ich je gelegen habe!" (Martin Landau als Bela Lugosi in "Ed Wood")
freezer
Moderator
04.09.2008 12:08
Kommentare: 522
Forenbeiträge: 557

Orginal von FreddyJBrown:
Der Joker war euch nicht krank genug? Gerade in seinem gleichgültigen und ruhigen Verhalten liegt doch das eigentliche Psychopathische seines Charakters.
Wenn es nur um die Gestik ginge, hätte man auch Jim Carrey als Joker nehmen können, Gott sei Dank ist es aber nicht so...


Damit meinte ich weder die Mimik noch die Gestik, sondern seine Taten, Reaktionen etc. - ich fand ihn einfach zuwenig irrational.
Robert Niessner - 8020 Graz - Austria
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FreddyJBrown
User
01.10.2008 16:48
Kommentare: 328
Forenbeiträge: 49

Orginal von freezer:
Damit meinte ich weder die Mimik noch die Gestik, sondern seine Taten, Reaktionen etc. - ich fand ihn einfach zuwenig irrational.


Nolan versucht ja den Aspekt des Realistischen in seinen Filmen stark zu berücksichtigen. Den Joker als psychopathischen Terroristen zu zeigen ist meiner Ansicht nach gelungen.
Noch comic-getreuer passt bei Nolan einfach nicht. Man kann vom Nolan-Joker nicht erwarten, dass er quietschfidel rumhüpft und Bomben in Form von Spielzeug oder Ähnlichem verteilt.
FrederikBraun-Online.de
CyLeT
User
02.10.2008 13:54
Kommentare: 64
Forenbeiträge: 124

Orginal von FreddyJBrown:
Nolan versucht ja den Aspekt des Realistischen in seinen Filmen stark zu berücksichtigen. Den Joker als psychopathischen Terroristen zu zeigen ist meiner Ansicht nach gelungen.
Noch comic-getreuer passt bei Nolan einfach nicht. Man kann vom Nolan-Joker nicht erwarten, dass er quietschfidel rumhüpft und Bomben in Form von Spielzeug oder Ähnlichem verteilt.


Das macht es ja gerade für "Nicht-Comic-Fans" (wie mich^^) so zugänglich. Ist ähnlich wie bei Romanverfilmungen wie Lord of the rings und speziell die Bourne-Triologie: Leser von Ludlums Original waren recht enttäuscht von den Filmen - ich (der das Buch nicht kennt) finde die Bourne-Reihe jedoch eine der besten Thriller-Reihen ever.
Ich denke das krasse Gegenteil zu einer Comic-Umsetzung von Nolan ist (sind) die Realverfilmung(en) von Asterix: Komplett übermalt, bunt und einem recht defekten Humor, das sogar Asterix-Fans das Messer in der Tasche aufgehen lässt. Natürlich kann man Asterix nicht mit Batman vergleichen (Gott beware^^), aber die Anpassung an "reale Begebenheiten" ist gerade bei Comics, wo ja oft paranormale und fantastische Elemente vorkommen, eines der größten Probleme: Man will Comic-Fans nicht enttäuschen, aber dennoch VIELE ins Kino bewegen. Und der Charakter des Jokers hat was realistisches, wenn auch in einem bondartigen Größenwahn. Dennoch nach der Fähren-Szene (will hier mal nix spoilern), kommt man schon über die menschliche Moral ins Grübeln: Ein Grund warum der "Joker" nicht ganz so an den Haaren herbeigezogen ist...

PS: Ich wäre über eine angepasste Asterix-Verfilmung nicht abgeneigt, man müsste es mehr ins Reale bewegen (in die Richtung von Bud Spencer/Terrance Hill-Filmen - aber NUR in die Richtung^^) und den eigentlichen Humor bewaren, aber die Welt nicht plastisch wirken lassen.
"In Amerika wird Film gemacht wie ein Kunstwerk und verkauft wie eine Ware. Und in Deutschland ist das genau umgekehrt."
(Christoph Waltz im Interview in "Metropolis", Arte)
FreddyJBrown
User
02.10.2008 17:48
Kommentare: 328
Forenbeiträge: 49

Auch wenn das hier nicht der Asterix-Thread ist, muss ich dir zustimmen. Den ersten Teil fand ich da noch am Besten! Die Kulisse ist dort einfach am Schönsten umgesetzt, auch wenn der Film etwas klamaukhaft wirkt.
Die Nachfolger sind nur noch total überladene surreale Klamauk-Streifen, die darüberhinaus gar nichts mehr mit Asterix, sondern viel mehr mit Caesars Beziehungen, Numérobis' Problemen oder aber mit Brutus' flachen Witzen zu tun hat.
FrederikBraun-Online.de
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horrortheke
User
02.11.2008 22:04
Kommentare: 13
Forenbeiträge: 20

ich habe den film auch gesehen im kino
und der film war hammer geil
meine lieblings szene ist die
wo der jocker gerade aus dem krankenhaus rauß ist
und die bombe zundet
 mitzubie-mission-soft.de.tl
mitzubie_mission_soft@web.de
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