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Krieg der Welten

Forenübersicht » Filmrezensionen (Kinofilme) » Krieg der Welten


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LosthirN
ehem. User
26.06.2005 15:39
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Krieg der Welten



Science Fiction/Thriller - USA 2005
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 116 Min. - Verleih: UIP
Start: 29.06.2005

Ray Ferrier (Tom Cruise), rechtschaffener Working Class Man aus New Jersey und Vater einer kleinen Tochter (Dakota Fanning aus "Mann unter Feuer") hat mit wirtschaftlichen Problemen und einer auseinander bröckelnden Kleinfamilie schon genug Ärger am Hals. Doch da tauchen am helllichten Tag extraterrestrische Raumschiffe über der zivilisierten Welt auf und beginnen sofort damit, der menschlichen Rasse den endgültigen Garaus zu bereiten. Die Invasoren haben allerdings nicht mit der Kraft amerikanischer Arbeiterfäuste gerechnet.

Steven Spielberg, einst Lobbyist des netten Außerirdischen von nebenan ("E.T.", "Unheimliche Begegnung der dritten Art"), entdeckt das Alien in seiner Wiederauflage des gleichnamigen Sci-Fi-Klassikers nach H. G. Wells diesmal als Unruhestifter.

(Quelle: Kino.de)
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Karambo
User
28.06.2005 13:01
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hihi, heut 23.40 Uhr....
Jay
Administrator
28.06.2005 14:21
Kommentare: 907
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du auch? musst du morgen net in die schule?
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Karambo
User
28.06.2005 22:31
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Forenbeiträge: 73

hab scho schule, aber egal....
so, etz fahr ihc los...
Cord
User
29.06.2005 12:27
Kommentare: 119
Forenbeiträge: 112

Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass ich mir unter diesem Film etwas ganz anderes vorgestellt habe. Ich kenne zudem das Orginal nicht.

Ich hatte gedacht, dass in diesem Film böse Ausserirdische auf die Erde fallen und uns alle platt machen mit vielen coolen SpecialEffects und am Ende die Guten die Bösen wieder einmal platt machen.
"Leider" getäuscht! Spielberg setzt gekonnt seine Fähigkeiten als "Dreamworker" ein und zaubert ein geniales SiFiMärchen auf die Leinwand mit brillianter Erzählperspektive und überzeugenden Darstellern.

Der Film hat mich wirklich umgehauen. Und zwar nicht wegen den Ausserirdischen, sondern wegen der wirklich raffinierten Erzählweise.

Spoiler (zum Lesen anklicken)

Es geht (so glaube ich) nicht primär um die Invasion der Ausserirdischen (dies ist eher als Situationsgeber durch äußere Einflüsse dargestellt), sondern um den verantwortungslosen Familienvater, der durch äußeren Druck sich seiner wirklichen Aufgabe klar wird und worum es im Leben geht.(Evolution?!)

Wirklich gut gemacht ist die Erzählperspektive. Denn einerseits sehen wir die Invasion und anderseits die Auseinandersetzung von Tom Cruise mit seiner Vaterrolle. Zum Beispiel als er seinen Sohn nicht gehen lassen will und ihn festhält, seine Tochter zu der Zeit fast von anderen Menschen mitgenommen wird und parallel die Millitär die riesigen dreibeinigen Roboter angreift. Beide Situationen sprechen emotional die gleiche Sprache, nur bildlich sehen sie anders aus.


Der Film haut wirklich rein. Gnadenlos zeigt Spielberg, wie schnell sich die Situation von sicher in absolut gefährlich wandeln kann und man vor niemanden sicher ist.

Mir ist vor allem die ungewöhnliche, sehr interessante Kamerafahrt aufgefallen in der Szene:
Spoiler (zum Lesen anklicken)
Als Tom Cruise mit seinen Kindern im Auto über die Autobahn flüchtet und dabei stehenden Autos ausweicht, während die Kamera den Dialog im Auto über eine längere Zeit zeigt. Die Kreisfahrt der Kamera und die Zooms in das Auto und wieder raus fand ich wirklich genial und interessant gemacht. Hut ab!


Ich würde jedem diesen Film empfehlen, der sich gerne utopische Rahmenhandlungen ansehen kann, in der eine Botschaft vor allem bzgl. des Umgangs und der Bedeutung der Menschen untereinander dargestellt wird und das mit knallharten, sehr gut gemachten Actionszenen und schockierenden Spannungsmomenten gesalzen wurde.

TIPP: Am Anfang und am Ende des Films gibt es einen Erzähler, der mit die wichtigste Botschaft des Films verkündet. Also, aufgepasst!  
 cordneubersch.de
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Karambo
User
29.06.2005 13:52
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ich fand den Film einfach nur hammergeil...
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Jay
Administrator
29.06.2005 14:07
Kommentare: 907
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achtung hier wird kräftig gespoilt!

hm ich kann die begeisterung nicht so ganz teilen.

meine vermutung hat sich bestätigt: die produktionsfirma hat so viel werbung gemacht, damit der film künstlich zum blockbuster wird, obwohl er nicht so wirklich die qualitäten dazu hat.

er ist spannend, ja. er hat geile mörderaction, ja.
aber die story ist einfach nur schlecht.
gut, das mit den vaterpflichten kann man im zugute heißen und ein paar komische stellen hatte er auch.
aber dass ein sprecher am anfang und am ende erklären muss, was denn nun eigentlich passiert ist - eine große schwäche!

wieso haben diese extrem intelligenten aliens, die millionen von jahren die invasion geplant haben, keine wärmebildkameras? wieso wissen sie nichts von den mikroorganismen?
die szene im keller als das metallvieh sein auge reinstreckt und sucht ist einfach nur bescheuert.
und zuguter letzt taucht plötzlich auch der sohn wieder auf, der bei einer riesenexplosion wo alle soldaten gestorben sind - mittendrin - natürlich überlebt hat.
und das ende, in dem die aliens plötzlich alle aus unerfindlichen gründen sterben, mag ja im buch schön erklärt sein und ein gutes ende ergeben - im film wirkts einfach nur so, als hätten die drehbuchautoren keine ideen mehr gehabt.

darüberhinaus ist mir die kamera (nicht wie cord) einige male negativ aufgefallen.

lässt man mal alle diese ungereimtheiten außer acht, lässt sich einfach auf die seichte und voraussrehbare story ein und genießt die apocalyptischen bilder, dann hat der film schon 9-punkte-qualitäten.

allerdings hatte ich (durch die penetrante PR) eben mehr erwartet (wäre er im sneak gekommen hätts wahrscheinlich mehr punkte gegeben).
so gibs nur 7,5/10
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LosthirN
ehem. User
29.06.2005 18:04
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Vier Tage zu früh

Seit Wochen oder gar Monaten laufen alle Angestellten in unserem Stammkino mit „Krieg der Welten“-T-Shirts rum, es hängen riesige Plakate aus und vor jedem Film wird der Trailer zum Film gespielt. Da muss man sich doch denken: „Wow, na das wird doch ein echt klasse Film! Und der Steven Spielberg hatte auch seine Finger im Spiel...“
Schnell schnell fast eine ganze Kinoreihe reserviert und mit vielen Leuten, Chips und einer hohen Erwartung ins Kino eingezogen.

Diesmal habe ich mich absichtlich nicht wie bei Star Wars – Episode III vorher über den Film informiert, da man sich ja sehr leicht das Vergnügen kaputt machen kann.

Spoiler (zum Lesen anklicken)

Der Beginn des Filmes ist sehr vielversprechend und lässt die Erwartungen auf das Kommende noch etwas höher schrauben: Es wird ein Ray Ferrier vorgestellt, der nicht wenige Probleme damit hat richtig mit der Scheidung seiner Frau und den tiefen Schluchten in der Beziehung zwischen sich und seinen Kindern umzugehen. Gerade im richtigen Moment, als man den working class man sympathisch findet, geht auch schon die Invasion der Marsmännchen los. Blitze ohne Donner zucken vom Himmel und schlagen mehrmals an der selben Stelle ein. Aus dem Boden unter den Blitzeinschlägen erheben sich riesige dreibeinige Maschinen und machen mit eigenartigen Waffen, die zwar Häuser, Autos und Menschen mühelos grillen, aber deren Kleidung völlig unberührt lassen Jagd auf alles was sich bewegt.
Der scheinbar einzige Mensch, der das Massaker überlebt ist Ferrier, der sich sogleich mit seinen Kindern auf den Weg zu seiner Exfrau und ihren Eltern nach Boston macht. Warum erfährt man nicht. Es folgt eine Odyssee der Zerstörung, bei der ganze Landstriche dem Erdboden gleichgemacht, Menschen (bis auf ihre Kleidung natürlich) zu Staub pulverisiert werden, Jumbojets abstürzen und ganze Armeen in einem riesigen Feuerball untergehen.
Das alles findet der Ferrier Junior natürlich ganz obercool und will sich in amerikanischer Haudraufmanier den schutzschildbewehrten Aliens als Kanonenfutter anbieten. Wie bitte?
Doch, klar! So läuft Klein-Ferrier geradewegs in einen Feuerball und ist verschwunden. Aha, nagut, etz isser tot, dachten alle...
Es folgen eine paar, nach den Gesetzen Hollywoods typische Szenen. Egal ob vor der Tür das Jüngste Gericht tobt, oder wie hier, Aliens die Menschheit ausrotten, es genügt völlig in seinen Keller zu gehen und die Holztür nach draußen zu schließen um absolut sicher zu sein. *gähn* Denn man bedenke: Die uns weit überlegenen Aliens, welche die Welt schon seit Jahrmillionen beobachten, besitzen keine Technologie Körperwärme durch eine Holzplanke hindurch zu erkennen. Das Augen-Tentakel mit dem nach Überlebenden gefahndet wird erinnert schwer an Abyss. Obwohl man sich im Film davor verstecken muss hat es, falls man doch gesehen wird, keinerlei Konsequenzen, da man einfach ein paar mal mit der Axt auf das Ding einschlagen muss bis es sich zurückzieht. Verstärkung kommt...genau, richtig erkannt...nämlich nicht! Tim Robbins als verrückter Farmer ist eine einzige Lachnummer. Nur gut, dass Ferrier sich seiner annimmt und ihm schnell den Garaus macht.
Für die Rechtfertigung einer „Ab 12-Freigabe“ und um eine größere Zielgruppe zu haben, wurde die storyirrelevante Szene, in der ein Mensch von den Aliens ausgesaugt wird, kurzerhand hinter einen Traktor verlegt. Apropos Aliens. Die sind ein paar wenigen Szene sogar einmal außerhalb ihrer 30 Meter hohen Tripods zu sehen. Den Gedanken an frappierende Parallelen zu den Aliens aus „Independence Day“ wird der Zuschauer bis zum Ende nicht mehr los. Nach zehnminütiger Einführung der Charaktere, kommt es in den letzten fünf Minuten der folgenden 170 Minuten zu einer der überraschendsten Auflösungen der Filmgeschichte: Die riesigen unbesiegbaren Alienmaschinen kippen einfach um. Dabei war hier nicht mal ein Computervirus im Spiel! Ferrier kann seine Tochter bei seiner Ex abliefern. Deren Eltern vertragen sich wieder mit Ferrier, plötzlich taucht auch wieder der vermeintlich tote Sohn auf und alles ist in Butter. So stelle ich mir ein richtig schmalzig-süßes Happy-Hollywood-Ende vor. Der Grund, warum die Aliens umkippen, wird dem Zuschauer mit einer vorgelesenen Texteinblendung serviert: Die Bakterien der Erde haben den Marsmännchen zugesetzt, da diese kein Immunsystem gegen die Krankheiten der Erde entwickelt haben.
Nicht die Menschheit sondern die Natur hat die Angreifer zurückgeschlagen. Aus. Fertig. Blackscreen. Abspann. Vorhang zu. Ab nach Haus.
Irgendwie fühle ich mich bei diesem abrupten Ende reichlich verarscht.
Natürlich, das mit dem Computervirus wäre zu stark von „Independence Day“ abgeschrieben und eine Superwaffe der Amerikaner wäre auch leicht unseriös gekommen, dass sich Ferrier opfert ebenfalls, aber nach 170 Minuten Tod und Zerstörung hätte sich Steven Spielberg Gedanken machen müssen, wie der das Ende am besten rüberbringt. Mit der Texteinblendung hat er die denkbar schlechteste Wahl getroffen und somit das Beziehungsgeflecht zwischen Ferrier und seiner Familie zum Nebenschauplatz degradiert.

Wegen vieler Logikfehler, zu unsympathischen Charakteren und einem Ende das einer Beleidigung der Zuschauer gleich kommt erreicht der Film bei mir nicht mal eine Durchschnittswertung.
Klar, sind die Spezialeffekte schön anzusehen aber dennoch wurde hier das Rad nicht neu erfunden sondern nur auf schiere Masse gesetzt. Somit ist der Film an den hohen Erwartung, die er selbst geschürt hat gescheitert.


Eines hat der Film dennoch bewirkt: Ich werden wohl mal das Buch von H.G. Wells lesen, da zumindest die Ideen, die ich aus dem Film herauslesen konnte nicht schlecht sind.

4,5 / 10
narayan
User
29.06.2005 19:58
Kommentare: 35
Forenbeiträge: 65

Ich habe zwar den Film noch nicht gesehen, allerdings kann ich eure Kritik nicht ganz verstehen.
Schon die 1950er Version ist mehr für die Spezial Effekte bekannt als für eine tiefgründige Story. Zudem finde ich das Ende (zumindestens im Oringinal) ganz witzig, da es mal was Anderes ist; die Menschen haben die Situation ausnahmsweise mal nicht unter Kontrolle (hat in diesem Zusammenhang was von Outer Limits).

Ganz nebenbei:
Seit wann macht Steven Spielberg tiefgründige Filme?
Sein Markenzeichen ist doch von je her familienfreundliche Spannungsfilme mit Happy End zu produzieren - leichte Kost für nebenbei.
Jay
Administrator
29.06.2005 20:41
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

familienfreundlich is der film ganz sicher nicht
bloß weil es ein steven spielberg film is und der vielleicht dafür bekannt is, filme mit sinnloser story zu machen, muss man ihn doch nicht besser bewerten
ich wusste bis gestern gar nicht dass er von steven spielberg is, weil ich mich nicht informiert hab. ich hab halt erwartungen in den film gesetzt, die durch die werbung etc geschürt wurden. diese wurden eben nur mäßig erfüllt.
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