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3-Iron / Bin Jip

Forenübersicht » Filmrezensionen (Kinofilme) » 3-Iron / Bin Jip

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LosthirN
ehem. User
30.06.2005 01:11
Kommentare: 193
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3-Iron / Bin Jip



Drama - Südkorea/Japan 2004
90 Min. - Verleih: Pandora
Start: 11.08.2005

Tae-suk (Jae Hee) hat die perfekte Methode entwickelt, sich durch fremde Appartements hindurch zu wohnen, ohne je Miete abzudrücken. Dabei achtet er peinlich darauf, nichts zu stehlen und zu zerstören. Bisweilen wäscht er den rechtmäßigen Besitzern sogar die Wäsche und nimmt kleinere Reparaturen vor. Bewegung kommt in seinen vorhersehbaren Lebensrhythmus, als er eines Tages in einer vermeintlich leeren Wohnung auf die nette Sun-hwa (Lee Seung-yeon) trifft. Die wird von ihrem reichen Ehemann misshandelt, und das findet Tae-suk gar nicht gut.

Kim Ki-duk, Cannes-Darling und erste Wahl des kunstverständigen Asia-Gourmets, hat mit diesem erlesen bebilderten Drama um eine verbotene Liebe wieder mal einen Silbernen Löwen in Venedig abgeräumt.

(Quelle: Kino.de)
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Jay
Administrator
30.06.2005 01:20
Kommentare: 907
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achtung, da kommt jetzt gleich ne super kritik von losthirn!

ich fand den film schlecht, weil er mir schlicht und ergreifend zu langweilig war. mag ja sein, dass er künstlerisch gestaltet ist und dass die story was hat und und und... aber er hat mich einfach nicht genug unterhalten.

2/10
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LosthirN
ehem. User
30.06.2005 01:58
Kommentare: 193
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*lol* Ich dank dir Jay, dass du meine Kritik so gekonnt einleitest

Scheinbar gehörte ich heute zu den verschwindend wenigen Mitsneakern, die sich auf den langsamen Erzählstil dieser Südkoreanisch-Chinesischen-Produktion einlassen konnten. Sicherlich ist es nicht jedermanns Sache sich fünfmal anzusehen, wie sich Tae-suk zuerst allein, dann zusammen mit Sun-hwa, Zugang zu Apartments von wildfremden Menschen verschafft, die gerade verreist sind, um dort die Nacht zu verbringen.
Er hat die simple Methode an mehrere Türen seiner zukünftigen Behausung Werbeplakate von irgendwelchen Restaurants oder neuen Suppengerichten zu hängen.
Abends oder am nächsten Tag klappert er die Häuser ab und bricht dann in ein Haus ein in dem der Zettel noch hängt. Dort macht er es sich bequem und folgt einem regelrechten Ritual:
Er nimmt sich von seinen unfreiwilligen Gastgeber zwar Essen aus dem Kühlschrank, badet sich und sieht fern, dafür stiehlt er aber auch nichts, wäscht deren Wäsche und erledigt kleinere Reparaturen, wie z.B. eine Waage, eine Stereoanlage oder eine Uhr. Hierbei legt er großes handwerkliches Geschick zu Tage. Als Andenken fotografiert er sich vor besonderen Gegenständen, die er im jeweiligen Haus findet.

Eines Tages trifft er bei seinen Einbrüchen jedoch auf Sun-hwa, die von ihrem gewalttätigen Ehemann misshandelt wird. Das kann Tae-suk natürlich nicht zulassen und hilft ihr.
Sie schließt sich Tae-suk an und folgt ihm, wenn er in fremde Häuser einbricht. Während dieser Zeit kommen sich die beiden zwar näher, aber sie haben in den kompletten 90 Minuten dieses Filmes weder Sex noch reden sie ein einziges Wort miteinander! Diese Stummheit der beiden Hauptcharaktere zueinander ist ein gewagter, jedoch absolut gelungener Schachzug des Regisseurs Kim Ki-duk. Im Laufe des Filmes kommt es natürlich zu einigen Zwischenfällen mit den scheinbar verreisten Bewohnern und der Ehemann will natürlich auch seine Sun-hwa wieder zurück haben, aber ich will hier nicht den gesamten Filminhalt ausbreiten...

Dieser Film schafft es versteckte Sozialkritiken anzubringen die man manchmal nur bei genauem Hinsehen erkennt. Etwa, dass Tae-suk in keinem Apartment die Vorhänge zuzieht, während er sich darin befindet. In der Anonymität der Hochhäuser kennt kaum jemand seinen Nachbarn und es ist auch egal ob da jetzt ein Unbekannter die Wohnung betritt und lautstark fernsieht. Oder die korrupten bzw. brutalen Polizisten, von denen Tae-suk misshandelt wird.
Doch Tae-suk weiß sich zu wehren und das ganz ohne Gewalt!

Was ich diesem Film überaus positiv anrechnen muss ist, dass er trotz seiner langsamen Erzählweise, der sparsamen Musik, der Wortlosigkeit und der sich scheinbar wiederholenden Ereignisse für mich keine Sekunde langweilig wurde. Dieser Film ist der Beweis, dass man Filme schaffen kann, die weder markige Sprüche von Superhelden, krachende Bombastaction noch höchst-philosophische Dialoge haben, aber dennoch auf manche Besucher beeindruckend wirken. Das „manche“ muss hier leider hervorgehoben werden, da große Teile des Restpublikums ein einziger Sauhaufen waren. Ein krasser Kontrast zu „Krieg der Welten“ oder anderen Hollywoodproduktionen.

Ich bin jetzt schon die ganze Zeit, während ich dieses Kritik (wohl eher Lobeshymne) schreibe, am überlegen warum ich diesem Film nicht die volle Punktzahl geben soll.
Vielleicht fällt mir ja noch was ein. Bis dahin gibt es satte

10 / 10 Punkten

Aber vorsicht: Das ist nicht zugleich eine Empfehlung für einen Kinobesuch. Wer interessiert ist sollte sich vielleicht noch etwas näher über diesen Film informieren, sonst könnte es eine böse Überraschung geben. Es hat zwar heute kein Mitsneaker das Kino verlassen aber dennoch scheint er den wenigsten gefallen zu haben, wie man z.B. an Jays Kritik unschwer erkennen kann.

Hier noch ein paar Links:
 www.cineman.ch/movie/2004/BinJip/review.html
 kino.de/kinofilm.php4?nr=84754
Jay
Administrator
30.06.2005 02:04
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argh, 10 punkte ist echt krank.
du willst mir doch nicht wirklich weiß machen, dass dieser film ein absoluter topfilm ist an dem du nichts auszusetzen hast und den du dir noch 20 mal ansehen kannst.

ich bin echt enttäuscht. solche filme kannst du mit 50 toll finden, aber doch nicht mit 21!
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LosthirN
ehem. User
30.06.2005 02:20
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Wollen wir etwa darüber streiten?
Mich hat der Film nunmal sehr angesprochen und da ich mich auch nicht gelangweilt habe fährt der Film ohnehin schonmal ordentlich Punkte ein. Da ich im Moment nichts wüsste, was ich diesem Film ankreiden könnte muss ich ihm (ich finde es selbst ungewöhnlich, ich weiß) 10 Punkte geben.
Ich habe nicht behauptet, dass ich mir diesen Film noch ganze 20 mal ansehen könnte. Matrix 1 hat es bisher erst auf ca. 15 mal geschafft und für den gabs auch 10 Punkte.
Ich verstehe ja, dass du enttäuscht bist, aber du bist ja auch ein Jahr jünger als ich. In dem einen Jahr kann viel passieren.
Jay
Administrator
30.06.2005 02:37
Kommentare: 907
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ich glaube nicht dass ich geistig so abgedreht werde, dass mir solche filme plötzlich sogut gefallen, dass ich denen 10 punkte gebe...
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LosthirN
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30.06.2005 02:47
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Warts ab! *harharhar*
Jay
Administrator
30.06.2005 02:54
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

in einem monat sag ich dir dann bescheid *spam*
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freezer
Moderator
30.06.2005 13:24
Kommentare: 522
Forenbeiträge: 557

Das ist der Jay & LosthirN Thread - lol.

Aber danke für den Film-Tipp, LosthirN!
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