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The Village - Das Dorf

Forenübersicht » Filmrezensionen (Kinofilme) » The Village - Das Dorf


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Isa
ehem. User
28.07.2005 14:15
Kommentare: 29
Forenbeiträge: 6

The Village - Das Dorf

M. Night Shyamalan hat nach seinem Erstlingswerk und Überraschungserfolg "The Sixth Sense" (2001) ein neues Genre geschaffen: Den Mystic-Thriller, der langsam und effektvoll Spannung aufbaut, ohne auf laute Action zu setzen und mit einer Überraschung im Drehbuch aufwartet. Seitdem produziert er in diesem Genre jährlich einen Film: Nach "Unbreakable" (2002), "Signs" (2003) folgt nun 2004 "The Village".

"Es ist schwer, das Publikum noch zu überraschen, wenn alle Welt damit rechnet" sagt Shyamalan - und er hat recht. Der Überraschungseffekt zum Ende des Films wird aufgebrochen und bereits in der Mitte des Filmes angedeutet und vor dem Höhepunkt (im Gegensatz zu seinen Vorgängerfilmen) vorweg-genommen. So liegen die Stärken des Filmes nicht im Effekt (Shyamalan verzichtet nicht nur auf jedes Make-Up, sondern auch vollständig auf Special Effects), sondern im Inhalt: Die Abschottung durch die Unaussprechlichen entpuppt sich als Abschottung durch die moralische Schrecken der Welt, die die Urväter (und -mütter) des Dorfes selbst gewählt haben.

Während Joaquin Phoenix schon zum zweiten Mal unter Syamalan spielt, ist Bryce Dallas Howard, die Tochter von Regisseur Ron Howard, eine echte Neuentdeckung - und birgt in sich ein offensichtlich so enormes Potential, dass wir sie bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen haben. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die beachtliche Darstellung des geistig zurückgebliebenen Noah Percy durch Adrien Brody.

Resumee

"The Village - Das Dorf" zeigt sich weniger Effekt-orientiert (obwohl er immer noch gute Nerven voraussetzt), sondern philosophisch, ja sogar theologisch: Kann man vor dem Bösen der Welt fliehen? Ist das Böse nicht eher dem Menschen inne - egal, wo er sich befindet? Gibt es eine Selbsterlösung durch Rückkehr in einen natürlichen Zustand? - Die Fragen schließen sich an und machen damit den Film zu einem guten Start in eine heiße Diskussion, an deren Ende erst der christliche Begriff der Erbsünde Antworten zu bieten hat. Der Film selbst schließt mit einer Frage: "...falls wir das jetzt noch wollen?"

10/10
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TheRatOne
User
28.07.2005 14:32
Kommentare: 302
Forenbeiträge: 127

Ich muss sagen, ich war gefesselt.. An die Atmosphäre, an den Charakter der blinden Frau und an die Geschichte selbst.
Das nenne ich mal eine gute Geschichte. Hat mich echt gefangen, der Film.
Daher 10/10
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Jay
Administrator
28.07.2005 17:33
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

ich denke, wäre ich mit anderen erwartungen in den film gegangen, hätte ich ihn gut gefunden.
aber der trailer hat mir nunmal einen horrorfilm vermittelt, und horror war in the village eigentlich nichts. höchstens hier und da mal ein paar kurze spannungsmomente. den rest hab ich mich gelangweilt und gefragt: WANN WIRDS ENDLICH SPANNEND?
wie gesagt, so kanns gehen, wenn man in einem trailer was anderes verspricht, als der film eigentlich bietet. und da stand ich nicht allein, 50% der kinobesucher waren enttäuscht oder sehr enttäuscht (lautstarkes rumgefluche ).
3/10
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goreholio
User
29.07.2005 09:31
Kommentare: 343
Forenbeiträge: 222

Wow! Noch jemand, der den Film nicht gut findet. *freu*
Ich dachte schon ich wäre der Einzige...
Ich war bis jetzt in jedem Film von Shyamalan und wurde
jedesmal enttäuscht. "The Sixth Sense" hat mir auch nicht gefallen. Ebenso "Signs" und "Unbreakable".
Aber alle seine Filme haben eins gemeinsam: eine super Grundidee und eine tolle technische Umsetzung. Aber das alleine reicht nicht. Am Beispiel von "The Village": warum nimmt er so früh die Luft aus dem Film raus? Als die bestimmte Sache (ihr wisst schon was ich meine) klar war, hatte der Film gar keine Spannung mehr. Ich wusste auch dann sofort was abgeht. Das gleiche bei "The Sixth Sense": ich war in der Vorpremiere. Bei der Szene, als Bruce Willis bei dem Kleinen zu Hause ist und die Mutter kommt rein und beachtet ihn überhaupt nicht, hab' ich zu meinem Kumpel gesagt: "Pass auf, am Ende ist er selber tot." Und das, obwohl ich von dem Film vorher nix gelesen habe. Die Storyansätze finde ich jedesmal super, aber ich habe noch nie gesehen, dass sowas so stinkend langweilig in Szene gesetzt wird.
Schon klar, dass nach diesem Trailer eine Menge Leute einen anderen Film erwartet haben.
Joaquin Phoenix wirkte auf mich in dem Film eher extrem gelangweilt (war ja auch keine so anspruchsvolle Rolle). Wenn ich da an seine Rolle in "gladiator" denke... das war ein ganz anderes Kaliber.
Ich für meinen Teil halte Shyamalan für einen sehr überschätzten Regisseur. Bis jetzt konnte mich keiner seiner Filme überzeugen.
4/10
 goreholio.de |  indigo-board.de
Snake
User
29.07.2005 09:51
Kommentare: 52
Forenbeiträge: 26

Hammer!

Ich fand den Film grandios.
Nach Unbreakable, der beste von ihm.
Das Ende war in meinen Augen brilliant durchdacht und kam gänzlich unerwartet. Die Kameragestaltung und das eingehen des Horrorfilms bei ihm hat mich schlichtweg fasziniert, genauso wie sein durchdachtes Farbenspiel.

10/10
DonAmateurix ist mein bester Freund
goreholio
User
29.07.2005 09:56
Kommentare: 343
Forenbeiträge: 222

Die Technik des Films war brilliant. Aber ich fand es wenig durchdacht, in der Mitte des Films die komplette Spannung wegzunehmen.
Von da an plätschert der Film nur noch belanglos in
das voraussehbare Ende. Wenn man ein bißche aufpasst, konnte man nämlich schon erahnen, wie
der Film ausgeht. Genau wie bei den anderen.
Das Ende von "The Sixth Sense" war imho auch nicht überraschend. Wenn man sich den Film genau ansieht,
kann man sich ziemlich schnell denken, was kommt.
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Snake
User
29.07.2005 10:09
Kommentare: 52
Forenbeiträge: 26

Naja, der einzige Grund warum ich ein bisschen an ein Ende in diese Richtung spekulieren konnte, war die Tatsache das Shyamalan in jedem seiner Filme eine größere kleine Rolle übernimmt. Und ein Inder hätte in dieser Zeit in so ein Dorf nicht wirklich reingepasst.
Ansonsten glaub ich, liegt es extrem an der idiotischen Vermarktung seiner Filme. Die werden jedesmal fortan als DIE neuen Horrorshocker promoted, dabei ist der Horrorfilm bei ihm lediglich Fassade und Tarnung, mehr nicht.
DonAmateurix ist mein bester Freund
LosthirN
ehem. User
29.07.2005 14:01
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Wie goreholio schon sagte: Für meinen Geschmack wurde viel zu früh nahezu die komplette Spannung rausgenommen. Das Ende war dann leider nur noch unausweichlich und nicht überraschend.
Das blinde Mädchen, dass wie eine gestörte durch den Wald läuft hat im gesamten Kinosaal entsetztes Aufschreien erzeugt. Sowas ist einfach nur

5 / 10

Zum Vergleich:

The Sixth Sense: 9 /10
Unbreakable: 6 / 10
darkmyself
User
31.07.2005 09:13
Kommentare: 117
Forenbeiträge: 34

hab den Film gesehen und nach 15 Minuten wieder ausgemacht !!! Irgendwie ging mir da irgendwas gewaltig auf die Nerven, kann aber nicht sagen, was es war...
 www.philippjaehnel.de |Filmmusik & mehr...
Resident2k
User
15.08.2005 13:18
Kommentare: 73
Forenbeiträge: 12

Also vom optischen und darstellerischen her sehr gut, aber Story und Inhalt schwächeln hin und wieder und das Ende ist absoluter Bockmist.
The man who walkeds out to find out that he will die!
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