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Videomaterial: Komprimierung in DV25-Codec

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Neo
User
09.01.2012 16:28
Kommentare: 40
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Videomaterial: Komprimierung in DV25-Codec

Hey Leute!

Ich stehe gerade vor eine Aufgabe...

Ich habe bei uns in der Firma ein Video geschnitten für einen großen Kunden. Dieses soll nun auf der Berlinale gezeigt werden. Habe dort nach dem optimalen Format gefragt. Die Antwort war der "DV-25-Codec".
Als Alternative habe ich denen den h264 codec im mp4 Containerformat vorgeschlagen. Aber ich möchte ja so wenig Qualitätsverlust wie möglich haben.

Jetzt habe ich ein paar Fragen beim Export...
Containerformat für DV25? Avi?

Hier mal die Daten zum Ursprungsvideo:

Video
Format : VC-1
Codec-ID : WMV3
Codec-ID/Info : Windows Media Video 9
Codec-ID/Hinweis : WMV3
Beschreibung zum Codec : Windows Media Video V9 - 1024 x 576, 25.00 fps, Q=100 (VBR)
Dauer : 2min 6s
Bitrate : 1 497 Kbps
Breite : 1 024 Pixel
Höhe : 576 Pixel
Bildseitenverhältnis : 16:9
Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS
BitDepth/String : 8 bits
Scantyp : progressiv


Angemerkt sei noch, das sie ein "anamorphes" Format haben wollen. Das wäre dann in meinen Augen 728x576, Pixel Ratio D1/DV Pal Widescreen 16:9, was dann folglich ja zu 1024x576 in der Breite "gezerrt" würde (Qualitätsverlust?) Dann gäbe es ja auch noch "HD Anamorphisch 1080 (1,333)", wobei es ja kein wirkliches HD Material ist...

Ich hab auch schon überlegt, ob ich das Video mit 1024x576 und Pixel Ratio 1,0 mache, aber dann wäre es nicht mehr anamorphisch oder?
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Jay
Administrator
09.01.2012 23:04
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Hi Neo,

mit deinen Annahmen liegst du eigentlich ziemlich richtig. Der gängigste Container für DV ist AVI.
Wenn die ein anamorphotisches Format wollen wäre das in deinem Fall ein Pixelseitenverhältnis von 1,333 bei 768x576 Pixel oder 1,422 bei 720x576 (wobei glaube ich nur letzteres spezifiziert ist). Klar hat man da einen gewissen Qualitätsverlust zu den vollen 1024 Pixeln, weil dieselbe Information ja in weniger Pixeln untergebracht ist. Ob die volle Auflösung von 1024x576 spezifiziert ist, weiß ich nicht, konnte aber auf die Schnelle dazu auch nichts finden.
Wenn die HD zeigen möchten, wäre es natürlich sinnvoll das Material vorher zu skalieren und dann gleich als HD zu rendern. Dazu eignet sich dann DVCPROHD, wobei die anamorphotischen Auflösungen da 1440x1080 oder 920x720 bei 1,333 wären. Standard-DV unterstützt meines Wissens kein HD.
Bei Festivals hab ich die Erfahrung gemacht, dass die oftmals gerne noch Bänder (also keine Dateien) abspielen, weil es da die wenigsten Probleme gibt. Da wäre dann das Das Zielformat MiniDV oder DVCPROHD mit den og. Spezifikationen.

Konnte ich helfen?
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Neo
User
11.01.2012 12:49
Kommentare: 40
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Vielen Dank für die Antwort!

Das mit den Bändern als Medium ist bei denen auch so, Aber das ist defakto nicht möglich, unser Material auf Band zu spielen (keine Hardware vorhanden). Macht ja auch nichts, ich werde es denen dann als AVI schicken.

Habe zuvor den DV25 Codec mit dem Quicktime Mov Container versucht. Hatte ganz gut geklappt. Wenn ich allerdings in Premiere Pro bzw. mit dem Media Encoder CS5 AVI als Container wähle, kann ich leider keinen Codec mehr wählen... da steht dann einfach nur DV Pal. Kann man das gleichsetzen mit DV25?

Und was ist eigentlich das Gegenteil von Anamorph, bzw. wie heißt der Fachausdruck dazu?
Jay
Administrator
11.01.2012 13:02
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Ja, Qicktime und MXF sind die anderen Containerformate. Das sollte also auch gehen (wenn die von der Berlinale mit Quicktime kein Problem haben ).
DV25 kann PAL oder NTSC sein, allerdings müsste DV-PAL gleich der PAL-Version von DV25 sein. Aber da würd ich mich jetzt nicht festnageln lassen wollen.

Wenn Premiere dir (ws. aus einer PAL-Sequenz) nur DV-PAL erlaubt, wird das schon das richtige Format sein.

Das Gegenteil von anamorphotischer Auflösung ist eine Auflösung mit sog. Quadratpixeln. Weiß nicht ob es da noch einen zusätzlichen Fachausdruck gibt. Das eine wird verzerrt wiedergegeben, das andere unverzerrt. Der Ursprung dafür kommt aus der Filmwelt, als man Breitbild auf herkömmlichen Rollen unterbringen wollte und das Bild dann für die Aufnahme optisch "verzerrt" und für die Wiedergabe optisch wieder "entzerrt" wurde. Da gab's noch kein Pixelseitenverhältnis.
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Neo
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12.01.2012 11:12
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Okay. Avi wäre dann wohl das beste Format für die denke ich...

Das einzige Problem was ich momentan noch habe ist die Tatsache, das Premiere das Video interlaced ausgibt. Ich hab ja ursprünglich gar keine Halbbilder im Film drin, ist ja alles Progressiv. Und Schriften usw. sehen danach ziemlich zerhäckselt aus, wenn das Video mit der Halbbildoption "Unteres zuerst" ausgegebne wird... Kann ich leider auch nicht ändern, da es ausgegraut ist.
Jay
Administrator
12.01.2012 12:10
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Ist die Sequenz denn Progressive angelegt?
Mit dem Exporter von Premiere bin ich auch schon öfter auf Kriegsfuß gestanden. Da hab ich jetzt leider keinen Lösungsvorschlag für dich.

Google wirft mir folgenden Thread aus:
http://forums.creativecow.net/thread/3/905956

Dort heißt es, dass man DV nicht progressive exportieren kann. Dazu hab ich aber keine Meinung, weil ich mich mit dem DV Codec jetzt nicht sooo ausgiebig befasst hab
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Neo
User
13.01.2012 11:41
Kommentare: 40
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Jap ist progressiv angelegt...

Laut deinem Link ist dies in Premiere CS5 wohl nicht (mehr) möglich...

Die von der Berlinale wollen unser Videomaterial halt auf ihre Bänder überspielen, um die dann mit ihrem Avid Schnittsystem im loop abspielen zu können...

Ich werde einfach mal versuchen, denen das Video vorerst im mp4 Format mit dem h264 Codec zukommen zu lassen, da dies mMn. die beste Qualität momentan ist.

Egal wie ich es komprimiere, im AVI Container mit DV Pal Codec und erzwungenen Halbbildern sehen Titel und Schriften immer zerhäckselt aus... Weis ja nicht ob die Bänder die die dann abspielen automatisch deinterlaced werden. Ich habe zu Testzwecken aber mal die deinterlace Methode vom VLC Player probiert, und dennoch sieht mein "zerhäckseltes" Video längst nicht so gut aus, wie das progressiv rausgerenderte...
Jay
Administrator
13.01.2012 12:20
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

Die Filme werden ja vermutlich über einen Projektor wiedergegeben. Der projiziert Vollbilder. Es kommt auf den Player an, ob er das Interlacematerial wieder zu Vollbildern zusammensetzt oder als Halbbilder ausgibt (was natürlich keinen Sinn machen würde). Es macht aber natürlich insgesamt keinen Sinn Vollbilder in Halbbilder zu wandeln um sie dann wieder zu Vollbildern zusammenzufügen
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dm1138
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17.07.2013 16:30
Kommentare: 28
Forenbeiträge: 82

die sache ist zwar sicherlich nicht mehr aktuell, wollte aber trotzdem noch was dazu sagen.

Meines Erachtens wäre es in dieser Situation am besten, denen den Film auf DVD in Form von VOBs zu geben, die Mpeg2   komprimiert sind. Praktisch jede Schnittsoftware beherrscht die erstellung einer PAL konformen 16:9   dvd, z.b. Magix. da der Film kurz ist, kann man die Bitrate maximieren und damit die Qualität weitgehend erhalten.

Was progressiv vs interlaced betrifft, so sollte das kein problem sein, denn ein interlaced abgespielter progressivfilm wird automatisch progressiv abgespielt, da er ja keine halbbilder besitzt. Einzig wenn man auf Pause drückt, kann man zwischen 2 Vollbildern eine Kammstruktur sehen, beim abspielen aber dürfte das nicht sichtbar sein. Genau so, wie ne DVD, die auf nem interlaced Röhrenfernseher läuft...kein Problem, oder?
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