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Crowdfunding - Filmförderung durch den Schwarm

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Jay
Administrator
29.01.2012 18:55
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Crowdfunding - Filmförderung durch den Schwarm

Die Macher von Stromberg haben es vorgemacht: Durch viele kleine Spenden der Fans der Serie wurde das Budget für einen Kinofilm gesammelt, der sonst nicht hätte realisiert werden können.

Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) bedeutet ganz generell, dass viele mit einem kleinen Betrag ein Projekt unterstützen und es so finanzieren.

Filme haben ja oft das Problem chronisch unterfinanziert zu sein, dafür gibt es die offiziellen Filmförderstellen. Hier eine Förderung zu bekommen ist allerdings mit viel Aufwand verbunden und für kleinere Projekte meist sehr unwahrscheinlich (es gibt natürlich Ausnahmen).

Ich denke da z.B. an "Jenseits", einen sehr ambitionierten Independentfilm von dem österreichischen Filmverein LOOM. Sehr unterstützenswert, wie ich finde. Oder Jumpermans 3D-Animationen, oder einfach immer mal wieder coole Projekte, über die man so stolpert.

Ich frage mich, ob solch ein Schwarm-Finanzierungssystem für die Independentfilmer-Szene funktionieren würde. Wärt ihr bereit ein Projekt finanziell zu unterstützen, wenn ihr es interessant fändet? Mit wie viel Geld? Würdet ihr eine Gegenleistung erwarten, etc...

Ich bin gespannt!
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nelaqua
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29.01.2012 19:04
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Ich halte die Idee für sehr interessant und denke doch, dass einige Leute hier gern bereit werden, andere Projekte auch finanziell zu unterstützen. Meiner Meinung nach müssen das ja keine großen Beträge sein; um so mehr Leute spenden, desto mehr würde ja zusammenkommen.
Ich fände es gut, wenn die Person oder die Vereinigung, die am meisten spendet, als offizieller Sponsor des Filmes im Vorspann/Abspann genannt wird, vielleicht auch mit Logo/Internetseite etc.
Die restlichen Sponsoren finden dann im "Dank an" Erwähnung, wobei sie der Höhe ihrer Spende nach geordnet werden können.
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Jay
Administrator
29.01.2012 21:41
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Das ist eben die Frage. Im Shop hier werden die Filme z.B. nur mäßig bis gar nicht gekauft, obwohl man damit die Filmemacher (rückwirkend) ja auch unterstützt. Und da bekommt man sogar noch was für sein Geld und weiß sogar, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde (ist ja auch eine Unbekannte in der Geschichte).

Die Frage ist, ob die Motivation größer ist, wenn man als Sponsor im Abspann auftaucht.
Es wäre denkbar hier im achsensprung so eine Funktion zu etablieren, aber das ist viel Arbeit. Ich finde die Idee auch interessant, aber momentan bezweifle ich noch den Erfolg von Crowdfunding bei kleineren Produktionen ohne großen Anhängerkreis, wie z.B. bei Stromberg.

Ich denke die "bekannten Größen" in der Indie-Szene könnten vielleicht schon was reißen, wenn sie ein interessantes Projekt zur Finanzierung ausschreiben. Aber wenn dann mal 100 Projekte mit offener Hand dastehen, könnte ich mir vorstellen, dass die paar Kröten, die bei dem ein oder anderen locker sitzen, beim einzelnen Projekt nicht ausreichend für eine Finanzierung sind.

Wenn ich mich mal persönlich nehme, würde ich privat vielleicht schon mal 20 oder auch 50 Euro (je nach Projekt) für *ein* Projekt springen lassen, das mich wirklich fesselt (macht halt auch immer die Aufmachung des Vorabmaterials, wie z.B. einem Trailer). Aber dann wär's auch erst mal wieder gut. Die Frage ist ob es genug Spendenbereite gibt, die gerne Indie-Produktionen unterstützen.

Wie würdest du dich denn so konkret als Spender einschätzen?
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nelaqua
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29.01.2012 22:41
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Ich verstehe deine Skepsis bezüglich einer breiten finanziellen Beteiligung an solchen Projekten. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es für viele eine Möglichkeit bieten würde, das Gefühl zu haben, einen Film zu verwirklichen, auch wenn sie gerade vielleicht keine Zeit haben, tatsächlich bei einem Projekt mitzuarbeiten. Einmal selbst "Produzent" zu spielen, dürfte eine relativ neue und tolle Abwechslung sein.
In Zeiten von Highspeed-DSL,das es einem ermöglicht, in Minuten Filme,Musik etc. herunterzuladen, kann ich schon nachvollziehen, warum Indie-Filme selbst von Filmemachern eher selten gekauft werden...
Ich selbst denke da an die gleichen Beträge, die du genannt hast, wobei es unter Umständen eine Idee wäre, die Zahl an zu sponsernden Film-Projekten zu begrenzen (so auf ca.3 Stück im Monat).Diese Projekte werden vorher von einer Art Jury (Leute, die sich besonders aktiv auf dieser Seite engagieren oder aber die im vergangenen Monat die beste Bewertung für ihren Film bekommen haben) ausgewählt, vielleicht sogar von der Community selber...
Was hälts du davon ?
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Jay
Administrator
06.02.2012 16:10
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Ja die Idee Projekte zu beschränken bzw. einer vorherigen Qualitätskontrolle zu unterwerfen ist nicht schlecht.

Gibt's denn noch von anderen eine Meinung zu dem Thema?
Wie kommt ihr an Geld für eure Filme? Oder drehen hier alle nur Filme ohne finanzielle Aufwendungen?
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MissesKennedy
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27.05.2012 17:43
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Also ich hätte da auch erst mal die Befürchtung, dass es mehr Spendenaufrufe als potentielle Spender geben würde. Damit wirklich was zusammenkommt müsste es echt sehr viele Spenden sein. Das heisst nicht, dass man nicht trotzdem einen Versuch wagen sollte. Eine Art Qualitätskontrolle vorab wäre nicht schlecht, vor allem sollte man versuchen, Projekte die eh nie realisiert werden, wegen Zuviel Hausaufgaben, neuer Job, andere Interessen, usw im Vorfeld auszusortieren...

Ich finanziere meine Filme zu 100% selber, dh zweige was geht von meinem kargen Einkommen als freischaffende Illustratorin ab. Wobei ich vermutlich längst nicht den selben Aufwand habe, wie ein Realfilmer.
Hart war am Anfang vor allem die Anschaffung von Software und anderen technischen Mitteln, wie eine einigermassen guten Kopfhörer, usw. Dann kommen laufende Kosten für Papier und Farben zusammen, ein Fässchen Ecoline Farbe zB kostet ca 5 Euro. Reicht zwar recht lange, trotzdem ist es immer wieder eine Anschaffung. Von daher würden mir theoretisch so Kleinstspenden wie 5 Euro durchaus ganz real helfen.

Mein grösstes Problem ist das Auftreiben von Sprechern. Ich habe dazu immer wieder recht talentierte Amateur oder Semi-Profi Schauspieler gefunden, die entweder gratis oder auf Tantjemen-Basis arbeiten.  Das grosse Problem ist, dass diese Leute, nebst ihrem Willen zur Mitarbeit über ein professionelles Aufnahme-Equipment verfügen müssen, denn ansonsten ist die technische Qualität der Sprachaufnahmen einfach Schrott.

Als Alternative böte sich an, die Aufnahmen mit den Akteuren in einem angemieteten Tonstudio durchzuführen, oder gleich professionelle Synchronsprecher zu buchen. Beides ist wohl sehr kostenintensiv. Ich habe mir daher auch schon überlegt, das dafür nötige Geld vielleicht über IndieGoGo zusammenzutrommeln. Andererseits bin ich auch da skeptisch, ob das funktioniert.

Es gibt einfach zu viel Projekte und zu wenig Interessierte, die nicht selber was produzieren, also Nur-Fans.
So wie ich das überschaue, sind wir hier  weitestgehend unter uns, will heissen, jeder hat Projekte und wenn wir uns also gegenseitig ein paar Euro rüberschrieben, kommt es ja im Ende aufs selbe raus, als ob wir das Geld einfach behalten hätten

Das Vogesenbiest:  www.john-f-kennedy.fr/bete/
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Jay
Administrator
27.05.2012 20:30
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Ich hab die Idee sowas hier in achsensprung zu integrieren bereits an den Nagel gehängt, aus den schon genannten Gründen.

Allerdings kann ich die Plattform pling.de empfehlen, worüber auch schon ein paar Indiefilmer erfolgreich Projekte finanziert haben.
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