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Und jetzt...

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VK
User
12.08.2005 01:56
Kommentare: 1020
Forenbeiträge: 255

Und jetzt...



Und jetzt...

Was trennt dich vom Rest der Komödie?
2005
Länge: 1 Min.

Download für Quicktimeplayer:
 vk-videokunst.com/undjetztkurz.mov

Hintergrund:

Mit "Und jetzt..." werden die widersprüchlichsten Beiträge locker miteinander verknüpft (siehe Monty Pythons, Neil Postman, TV, wat ihr wollt).

Das Herunterladen der Lachkonserven hat mir zwei Trojaner eingebracht


Was meint ihr - meint ihr was?
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Jay
Administrator
12.08.2005 02:17
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

wow, vk, du hast ja gar nicht erst versucht, den regulär hier freischalten zu lassen. immerhin kannst du deine filme ziemlich gut selbst einschätzen, was manchen künstlern oft nicht sehr leicht fällt...

also meine meinung kennst du ja wahrscheinlich schon, aber die soll dich auch nicht weiter behelligen. ich kann damit jedenfalls wiedermal so gut wie nichts anfangen, bin aber auf die interpretationsergüsse von pintman, toddd, simon & consorten gespannt.
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pintman
User
12.08.2005 08:17
Kommentare: 108
Forenbeiträge: 98

Volker leitet das Ende der Spassgesellschaft ein - endlich!

Wenn Jay ruft, dann darf ich ja nicht lange auf mich warten lassen.

Fuer mich hat Volker mit dem Film endlich das Ende der Spassgesellschaft eingeleitet - oder sind wir doch schon in der Informationsgesellschaft - oder doch in einer post-informellen Gesellschaft?! Hui, da soll sich noch mal einer zurecht finden. Ager das ist ja egal, weil Volker uns genau sagt, wann etwas lustig ist: Naemlich genau dann, wenn er die Narrenkappe aufsetzt.

Das Gefuehl stimmt schon lange nicht mehr. Um mal ein abgegriffenes Schlagwort gehoerig zu ueberstrapazieren, verkommen wir zu gefuehllosen Krueppeln. Die ist kein direkter Widerspruch zur Spassgesellschaft, haben wir in ihr doch gerade verlernt, die Dinge zu fuehlen. Retorten- und Konserverngefuehle und die sterile Verpackung des Gehirns in eine Latexhaut sind hier ein Sinnbild (oder Un-Sinnbild) fuer unser Streben nach Freude, Harmonie, Gefuehl, wobei die wahren tiefen Gefuehle vergessen bleiben. Schablonenartig gilt es, das Gefuehl zu produzieren und vor allem zu reproduzieren. Es ist ein Kosumgut ein Werbetraeger geworden. Der Clown verkommt zum Comedian. Oder wie wir Discordianer zu sagen pflegen: Nichts ist wahr, alles ist erlaubt. Sowohl im Film, wie auch - leider - im wahren Leben zwischen Kapitalismuspresse und Bill-Cosby-Humor.




Und noch etwas zum Unverstaendnis der Werke von Volker. Ich finde es gut, so wie im Moment laeuft - wenn sich der harte avantgardististe Kern hier trifft und somit geradezu eine Nische der Qualitaet im Morast der Einheitsfilme herausbildet. Das Verbannenswerte kann somit schliesslich zum Guetesiegel werden.
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Quentara
ehem. User
12.08.2005 12:56
Kommentare: 205
Forenbeiträge: 213

das spricht ja schon für sich, wenn du allen eingestellten Kunstfilme direkt eine "Nische der Qualität" nennst. Deine Aussage ist auf jeden fall an Arroganz kaum noch zu überbieten und bei solchen Aussagen wäre es mir echt lieber wenn du deine Nische woanders einrichtest. Ich hab nix gegen die Filme von Volker, finde einige von ihnen sógar sehr gut, aber ich glaube nicht, dass du die Meinungen über seine und andere Kunstfilme hier verbesserst indem du die Kunstfilme als den Messias der Amateurszene hinstellst, das schafft nur böses blut und geht leuten wie mir ziemlich aufn kecks.

Falls ich dich nur falsch verstanden haben sollte, dann rede nächstes mal nicht so geschwollen daher.
pintman
User
12.08.2005 14:19
Kommentare: 108
Forenbeiträge: 98

Wenn ich Kunst als mein Qualitaetsmerkmal definiere, wirke ich damit doch nicht arrogant - oder habe ich damit etwas falsch verstanden? Vielmehr war der letzte Absatz meines Schreibens auch mit einem gewissen Schmunzeln versehen, was ich jeoch wohl vergessen habe, durch einen Smiley zu maskieren.

Aber hier treffen wohl tatsaechlich Welten aufeinander. Solche Diskussionen hatte ich schon zu genuege, wenn es um Mainstream und Autorenkino ging. Tatsaechlich sehe ich wirklich einen essentiellen Unterschied zwischen einem Kunstfilm (etwa von Buttgereit, Lynch o.ae.) und einem Blockbuster. Aehnliches liesse sich auf die Amateurfilmwelt uebertragen, wenn man einen Film von VK mit einem Fanfilm vergleicht. Das Medium ist - Gott sei danke - gross genug, diese beiden Welten in sich zu vereinen. Dennoch sind die Motivationen dieser beiden Filmemacher gaenzlich unterschiedliche. Ob man das jetzt besser findet oder nicht, haengt einfach von der Person, vom Zeitpunkt und natuerlich auch vom Werk ab - ich finde nicht alles von VK bedingungslos gut. Man will nicht immer Kaviar essen, sondern auch mal Pommes mit Currywurst. Aber ist der Kaviar - in irgendeiner kuenstlichen Wertethik - nun "besser" als die Currywurst? Man kann beides essen, man kann beides geniessen. Doch bei der Currywurst, haengt vieles vom Gewuerz ab. Beim Kaviar zaehlt mehr die Aufzucht des Stoers.
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Quentara
ehem. User
12.08.2005 14:36
Kommentare: 205
Forenbeiträge: 213

Nein du wirkst nicht arrogant wenn du Kunst als ein Qualitätsmerkmal ansiehst. Aber es wirkt arrogant zu sagen, dass sich hier ein Kern trifft, der Qualität zwischen Einheitsbrei setzt. Das klang für mich danach, dass du jeden Kunstfilm für qualitativ wertvoller hälst als die restlichen filme hier und deren macher auch eben für was besseres hälst. Daher meine Kritik, es klang alles sehr Schwarz-Weiß mäßig, Kunst gut, alles andere ist doch nur geklaut und Einheitsbrei, aber wie gesagt ich habe es so aufgefasst und wollte halt wissen, ob dies auch so gemeint war.
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HetH
VIP
12.08.2005 14:51
Kommentare: 242
Forenbeiträge: 206

pintman hat zwar schon geschrieben das am Ende ein Smiley fehlt aber:

"wenn sich der harte avantgardististe Kern hier trifft und somit geradezu eine Nische der Qualitaet im Morast der Einheitsfilme herausbildet"

Sehr viel negativer konnte man sich nicht vom Mainstream Amateurfilm distanzieren. Wenn ich das jetzt persönlich nehmen würde, dann wären meine Filme also ein ordentliches Stück des "Morast der Einheitsfilme".

Ich persönliche finde solche Bemerkungen unnötig. Mich interessiert diese Art Film wie sie hier gerade vorgestellt worden ist zum Beispiel gar nicht, weil Filme für mich eine Form der Unterhaltung sind und Machwerke wie dieses mich nun mal nicht unterhalten. Aber deswegen lobe ich ja beim nächsten Filmrelease nicht einen Autor der absoluten Mainstream, am besten noch nen FanFilm produziert hat und nutze das dann um anderen Genres die mir nicht zusagen schlecht zu machen.

Aber gut, dies ist ne endlose Diskussion und da du eh schon ergänzt hast das das nicht allzuernst gemeint war (wobei sowas ja nie ganz ohne Wertung laufen kann, denn sonst hätte es ja nicht gepostet werden müssen), soll das alles sein was ich dazu noch schreiben wollte
 www.hethfilms.de
Toddd
User
15.08.2005 22:40
Kommentare: 204
Forenbeiträge: 115

Mich nerven diese Lachsalven im Hintergrund sehr häufig. Da muss dem Zuschauher doch tatsächlich klargemacht werden, an welchen Stellen er lachen soll, sprich wo die Witze sich verstecken. Zu traurig, dass sogar Monty Python das verwerden, sie hätten es auf gar keinen Fall nötig gehabt.
Schön, dass dieser Blödsinn endlich mal verarscht wird.
Lynch hat mit "Rabbits" auch schon etwas in diese Richtung gemacht.

Rabbits ist vielleicht auch ein Beispiel, wie man "Kunst" im Film definieren könnte. Rabbits ist nämlich eigentlich stinklangweilig, aber es setzt sich fest, und schleicht sich bei verschiedenen Situationen zurück ins Bewusstsein - man denkt einfach immer wieder dran. Es setzt sich fest. Die Wirkung kommt erst im Nachhinein...

Ansonsten, Kust ist auch nur ein Wort, ich zitiere den Kommentar der "Neuen Massenproduktion" zum Thema Kunst:

Zitat:
1. Der Ursprung des Familiennamens Kunst ist aus dem Rufnamen des lateinischen Konstantin (der Standhafte) herzuleiten. Konstantin findet in der Antike und im Mittelalter als Name Kaiser Konstantins des Großen (3./4. Jahrhundert) Verbreitung. Er wurde verehrt, weil er das Christentum im Römischen Reich öffentlich anerkannt und sehr gefördert hat. Des Weiteren kann der Name auch von Kunter (Gunter) entstanden sein.

2. Kunst ist ein Theaterstück von Yasmina Reza, das 1994 in Paris uraufgeführt wurde.

3. Die Kunst entspricht der physis und ist gleichwohl kein Nach- und Abbild des schon Anwesenden. Physis und téchne gehören auf eine geheimnisvolle Weise zusammen. Aber das Element, worin physis und téchne zusammengehören, und der Bereich, auf den sich die Kunst einlassen muss, um als Kunst das zu werden, was sie ist, bleiben verborgen.
 www.antipop.mypse.de/vids/
pintman
User
15.08.2005 22:57
Kommentare: 108
Forenbeiträge: 98

Kunst nur ein Wort?!

Zitat:
Ansonsten, Kust ist auch nur ein Wort [...]

Naja, Kunst ist sicherlich nicht mehr als Kunst, aber auch nicht weniger. Man wird ihr sicherlich nicht gerecht, wenn man sie zu einem Wort degradiert. Andereseits ist kein Wort nur ein Wort. Das Wort Hakenkreuz ist nicht nur ein Wort. Ebenso das Wort Kunst. Es steht in einem Kontext einer Kultur und eben diese laesst sich sicherlich nicht so einfach wegdividieren.

Andererseits ist aber auch nicht mehr. Kunst ist eben schliesslich doch nur ein Wort. Insbesondere sogar scheinbar ein recht schwammiges, dem es unter allen deutschen Worten wohl am staerksten an einer eindeutigen Semantik mangelt.

Doch was ist mit physis - kann ich mir noch vorstellen - und techne hier gemeint? Habe ich tiefgreifende theoretische Fundamente verpasst?!
,----[ Marco Bakera --  bakera.de  ]----
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freezer
Moderator
16.08.2005 09:48
Kommentare: 522
Forenbeiträge: 557

Kunst, die; -, Künste
1. a) die Schöpfungen des menschlichen Geistes in Dichtung, Malerei, Musik u. a.
b) schöpferische Tätigkeit des Menschen
Zus.: Bau-, Dicht-, Erzähl, Film-, Goldschmiede-, Handwerks-, Schauspiel-, Schmiede-, Tanz-, Zeichenkunst.
2. besondere [erworbene] Fertigkeit auf einem bestimmten Gebiet
sinnv.: Fähigkeit, Fertigkeit, Geschick, Können, Perfektion; Technik.

(aus dem DUDEN - Das Bedeutungswörterbuch)

Während früher nur außergwöhnliche Werke als Kunst angesehen wurden, erleben wir heute eine Inflation der Pseudokunst - Werke die ohne großen Aufwand unter dem Deckmantel der interpretativen Aussage als Kunst tituliert werden.
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