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Kiss Kiss Bang Bang

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HomeMovieCorner
User
02.11.2005 14:23
Kommentare: 92
Forenbeiträge: 75

Kiss Kiss Bang Bang

Harry Lockhart (Robert Downey Jr.) ist ein Einbrecher - und zwar einer von der tollpatschigen Sorte: Ein Einbruch in ein Spielwarengeschäft misslingt (noch dazu findet er kein passendes Geschenk für seinen Neffen), und sein Partner wird von einer schießwütigen Nachbarin niedergestreckt. Harry selbst entkommt nur knapp - indem er in ein Casting reinstolpert und prompt für die Rolle eines Detektivs genommen wird.

Nun findet sich Harry in Hollywood wieder: Zwecks Recherche für seine Rolle soll er sich an den schwulen Privatdetektiv Perry „Gay Perry“ van Shrike (Val Kilmer) ranhängen – der würde ihm schon alles beibringen, so der Produzent.

Und wie Perry Harry alles beibringt: Schon beim ersten Fall – eigentlich eine einfache Observation – werden die beiden Zeugen, wie ein Auto mit einer Leiche im Kofferraum versenkt wird. Eigentlich kann sich Harry da noch irgendwie herausretten, aber dann findet sich die gleiche Leiche im Bad seines Hotellzimmers wieder. Und das zu einem Zeitpunkt, als seine alte Highschool-Liebe auftaucht, ihn für einen richtigen Detektiv hält – und ihn mit einem Fall beauftragt.

Das alles wird aus Harrys Perspektive erzählt. Da er aber ein schlechter Erzähler ist, wird viel geflucht und der Film von Zeit zu Zeit mal angehalten.

Bisher fiel Shane Black vor allem durch Drehbücher für actionreiche Filme wie "Lethal Weapon I - III", "The Last Boyscout", „The Long Kiss Goodnight“ oder „Last Action Hero“) auf – nun drehte er seinen ersten Film – und das nach einem eigenen Drehbuch. Die Irrungen und Wirrungen lassen einen manchmal zwar die Story aus den Augen verlieren, dafür bekommt man jede Menge Spannung, Humor und, ja auch, brutale Action geboten.

Mal vorweg: Ab einer Szene habe ich gewusst, ich werde diesen Film lieben (Stichwort: Bepinkeln einer Leiche). So köstlich habe ich mich schon lange nicht mehr amüsiert. Robert Downey jr. spielt göttlich, Val Kilmer schaut zwar alt aus, schwuchtelt sich aber prächtig durch den Film – und bei Michelle Monaghan fällt mir sowieso nur „Zucker“ ein. Ich habe nichts Großartiges erwartet, aber der Film hat sehr viel Charme. Wer "Schnappt Shorty" mag (den ich persönlich eher schwach fand), wird diesen Film ebenfalls mögen.

Weitere Infos unter  www.kiss-kiss-bang-bang.de
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21.01.2018 05:34



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PoisonPete
User
03.11.2005 01:52
Kommentare: 295
Forenbeiträge: 57

Also ich kann den Film auch nur weiter empfehlen, den so gut wurde ich in diesem Jahr nicht oft Unterhalten. Nach langjähriger Abwesendheit kehrt Shane Black mit einem überaus kreativen und gleichzeitig skurrilen Skript zurück, um selbst die Regie zu übernehmen, damit niemand etwas vermurkst. Dabei scheint es so, als ob er mit seinen hoch bezahlten Drehbüchern abrechnet um diese, sowie auch Hollywood zu parodieren.

Der Film lebt von einer ungewöhnlichen Erzählweise eines Kleinganoven und einer schier endlosen Pechsträhne. Und denkt man mal selbst drüber nach, ist es nicht zu tiefst belustigend jdm. bei einer solchen Odyssee zu beobachten.
Naja, Shane Black schafft es hier auch nach dem
«Bang Bang» mit rauchenden Colts und dem
«Kiss Kiss» mit verwischten Lippenstift, den Zuschauer zu unterhalten.

PS: Mir hat am besten diese kompromisslose Runde Russisch Roulette gefallen.
www.patrick-hertel.de
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