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Inside Deep Throat

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campaigner
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27.11.2005 21:20
Kommentare: 622
Forenbeiträge: 159

Inside Deep Throat



Dokumentation - USA 2005
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 92 Min.

Kein Film hat die Welt so verändert wie der Kult-Porno „Deep Throat“, der nach wie vor der erfolgreichste Independent-Film aller Zeiten ist: Mit Produktionskosten von 25.000 US-Dollar spielte der Originalfilm 600 Millionen US-Dollar an den Kino-Kassen ein! In der Zeit der sexuellen Revolution löste der Film diverse soziale und politische Diskussionen aus. Seine Entstehungsgeschichte zeigt eindrucksvoll die Entwicklung einer ganzen Generation und ihres Lebensgefühles. Ein einzigartiges Zeitdokument und ein faszinierendes Sittengemälde! Als Produzent dieser fesselnden Dokufiction zeichnet Academy-Award-Preisträger Brian Grazer („8 Mile“, „A beautiful mind“) verantwortlich.

(Quelle: film.de)
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campaigner
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27.11.2005 21:20
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Der Film beginnt mit einem Interview des Regisseurs des Originalfilms (welcher übrigens die wohl geilsten Hosen der Filmgeschichte trägt), der dem Zuschauer die Entstehung des Films wie auch die damaligen Filmbedingungen näher bringt. In den 70ern, so Gerard Damiano, drehte jeder Independentfilmer eben Pornos; man traf sich am Wochenende in der Scheune des Onkels und legte los. Sein "Jahrhundertwerk" Deep Throat (der Titel setzte sich unter anderem gegen "The Sword Swallower" durch) basierte einzig und allein auf der Fellatiotechnik seines Stars, welche auf eine Geschichte von 61 Minuten aufgeblasen wurde (pun intended ).
Aufgelockert wird das Ganze durch weitere Interviews mit den Beteiligten, u.a. einem ewig fluchenden, ca. 80jährigen Location-Manager.
Anschließend geht die Doku auf den Erolgszug des Films ein, der interessanterweise den Oralverkehr im Hetero-Porno hoffähig machte, und auf die erste Welle an Gegnern.
Interessant an der ersten Gegenbewegung ist, dass sich nicht (bzw nicht alleine) auf moralische Werte berufen wurde, sondern v.a. auf medizinische "Beweise". Der Film ermutige Frauen dazu, einen klitoralen Orgasmus anzustreben, was jedoch schädliche Folgen für sie haben kann und wird.
Im weiteren beleuchtet die Doku das Schicksal des Hauptdarstellers Harry Reems, der (da der Regisseur sowie der Star Linda Lovelace von Anklagen verschont blieben) des unmoralischen Verhaltens angeklagt und zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde (von denen er dann später zirka ein Jahr absaß, ehe eine demokratische Regierung ihn freisprach. Reems war somit der erste Schauspieler, der für eine Rolle, die er in einem Film spielte, angeklagt und bestraft wurde.
Auch wurden den Filmemachern damals Kontakte zur Mafia nachgesagt, was die Doku jedoch nicht vollständig ausleuchten oder erläutern kann. Ebenso kommt das Schicksal des Stars Lovelace etwas zu kurz, v.a. auf die Probleme mit ihrem Ex-Ehemann, der sie zu diversen Pornofilmen gezwungen haben soll, wird kaum eingegangen.

Insgesamt ein interessanter Film, der (natürlich nie ganz objektiv) versucht, neues Licht auf die Prüderiedebatte in den USA zu werfen.

8 / 10
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