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Der Flug des Phoenix

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Jay
Administrator
03.05.2005 15:48
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

Der Flug des Phoenix



Action/Abenteuer - USA 2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 113 Min. - Verleih: Fox
Start: 02.06.2005

Eigentlich wollte Flugkapitän Frank Towns (Dennis Quaid) bloß ein paar Arbeiter von der stillgelegten Bohrplattform in der Wüste Gobi abholen, als seine Maschine plötzlich über dem endlosen Sandmeer den Geist aufgibt und zwischen Dünen notgelandet werden muss. Da die nächste Ansiedlung per Fußmarsch kaum zu erreichen ist und auch niemand an einer großangelegten Suchaktion Interesse zu zeigen scheint, ist guter Rat teuer. Außenseiter und Techniktüftler Elliott (Giovanni Ribisi) scheint jedoch einen parat zu haben.

Der einzige Ausweg führt zurück nach oben in diesem effektvollen Abenteuerdrama und Remake von Robert Aldrichs Kinoklassiker aus dem Jahr 1965, produziert von dessen Sohnemann William Aldrich und inszeniert von John Moore ("Im Fadenkreuz").
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LosthirN
ehem. User
03.05.2005 17:06
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

Auch wenn ich neulich eine heftige Diskussion zum Thema "Realismus in Kinofilmen" geführt habe, muss ich diesem Film schwer ankreiden, dass die Story absolut unglaubwürdig weit an den Haaren herbeigezogen ist.
Wenn ein Flugzeug in der Wüste abstürzt, fast alle überleben und um ihre missliche Lage wissen, erwartet der Zuschauer, dass er nun den nackten Kampf ums Überleben geboten bekommt bei dem die Überlebenden gegen sich und die anderen kämpfen bzw. sich alle zusammennehmen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Weiterhin, dass die Verzweiflung angesichts der Todesnähe für den Zuschauer greifbar wird.
So viel zum Thema Erwartungen...
Der Flug des Phönix reiht sich jedoch in die lange Liste von einfallslosen Hollywoodproduktionen ein, die es nicht mal ansatzweise wagen neue Dinge auszuprobieren. So haben die Hauptdarsteller keine Tiefe und ergehen sich lediglich in Standarddialogen sowie zu absolut nicht nachvollziehbaren Handlungen. So geschehen z.B., als ein Überlebender durchdreht und meint er müsste ohne Wasser durch die Wüste laufen. Als sein Verschwinden bemerkt wird will doch tatsächlich die halbe Crew ebenfalls blindlings ins Verderben stürzen um den Lebensmüden zu retten. Irgendwie kommen sie schließlich doch zur Besinnung und nur der (Bruch-)Pilot folgt ihm. (Mit 0,5 Liter Wasser bewaffnet). Nach fünf Minuten hat er ihn doch tatsächlich schon gefunden. Auf die Frage des Piloten was er denn hier macht kommt die lachhafte Antwort: „Ich denke nach...“.
Natürlich darf  auch eine Portion Action nicht fehlen, was mit der Explosion (aufgrund, man braucht es kaum zu erwähnen, höherer Dummheit) fast des kompletten Treibstoffdepots abgedeckt wäre. Ein Kontakt mit einer fremden (und natürlich feindlich gesinnten) Kultur muss natürlich auch drin sein. Das Gemetzel, bei dem EINE Person mit EINER Pistole ein gesamtes Nomadenlager platt macht sowie der Flucht eines Nomaden (der natürlich hundertfache Verstärkung holt) liefert auch gleich den vorhersehbaren Showdown in den letzten Minuten des Filmes. Dieser fällt jedoch ins Wasser, bzw. in den Sand, da 100 mit MPs bewaffnete Nomaden aus 20 Meter Entfernung nur einmal das Flugzeug treffen können. Das allerdings an einer überlebenswichtigen Stelle...
Und da nach einer Rettungsaktion, einer Explosion, einem Gemetzel und zahlloser Diskussionen was man denn jetzt machen soll, die Spannung rapide nachlässt, dürfen die Überlebenden (leider nur die männlichen ) ihre nackten Oberkörper präsentieren und zwischendurch auch mal wertvolle Wasservorräte durch Tanzeinlagen verschwenden.
Über den ganzen Film wird immer mal wieder Lachgas über die Schauspieler geschüttet, was dazu führt, dass diese nach dem Anzug der kleinsten Schraube in einen Freudentanz verfallen und sich freuen, als wären sie bereits sicher am Strand von Acapulco gelandet.
Solche Handlungsweisen zählen bei mir zur Kategorie „Unrealistisch und nicht nachvollziehbar“.

Doch wollen wir einmal zum einzigen Lichtblick des gesamten Filmes kommen: Techniktüftler Elliott gespielt von Giovanni Ribisi, der Anfangs noch absolut undurchschaubar ist und genauso gut der Anführer der Nomaden hätte sein können, entwickelt sich zu einem überheblichen Arschloch, der eine kleine Diktatur über den Überlebenden aufbaut. Dies ist wohlgemeint als Kompliment zu verstehen!
Elliotts Kommentare kommen zwar spärlich, jedoch dafür mit einer durchschlagenden Wirkung, die jegliche weitere Diskussion im Sand erstickt. Etwa als man einen schwerverletzten Nomaden findet und darüber diskutiert was man denn nun mit ihm machen soll, pustet ihm Elliott den Kopf weg und quittiert das ganze mit dem Kommentar: „Das Problem wäre jetzt auch gelöst. Können wir bitte weiterarbeiten?!“.
Das war es dann auch schon mit den Lichtblicken. Dass sich am Ende doch alle zusammenreißen und ein perfekt flugfähiges Flugzeug hinstellen, obwohl sich Elliott später nur als Ingenieur für Modellflugzeuge entpuppt und dann alle den dümmlichen Nomaden entkommen und sogar den Sturzflug von Pierce Brosnan im James Bond-Film „Golden Eye“ kopieren braucht keine weiteren Erläuterungen und ist so offensichtlich, dass ich es auch nicht als Spoiler markiere.

2 Punkte für einen überzeugend spielenden Giovanni Ribisi, den ganzen Rest kann man in die Wüste schicken...
Jay
Administrator
04.05.2005 14:32
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

nagut also sehr viel brauch ich ja nicht sagen. nur, dass ICH den film net so schlecht fand, wie mein werter vorposter.
er ist stellenweise wirklich ziemlich unrealistisch und einfach ein b-movie von story und schauspielerei. aber ich bewerte sneakfilme ja auf der sneak-film-skala und nicht in der blockbuster-skala so wie lostingo.
daher erreicht bei mir dieser film, durch seinen höheren unterhaltungswert als z.b. "zimt und koreander" immerhin 6,5 punkte, weil ich mich zwischen 6 und 7 nicht entscheiden kann. gelangweilt hab ich mich nämlich nicht, sonder nur hin und wieder gewundert
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Puerto
User
14.02.2010 01:15
Kommentare: 0
Forenbeiträge: 13

Mir Persönlich sagt der Film nicht zu, ist einfach langweilig für mich sorry.
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