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Unleashed - Entfesselt

Forenübersicht » Filmrezensionen (Kinofilme) » Unleashed - Entfesselt

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Jay
Administrator
05.05.2005 16:35
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

Unleashed - Entfesselt



Thriller/Action - Frankreich/Großbritannien 2004
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 102 Min. - Verleih: UIP
Start: 12.05.2005

Von frühster Kindheit an wurde Danny (Jet Li) von dem brutalen Gangster Bart (Bob Hoskins) wie ein wildes Tier in einem Kerker gehalten. Er wurde ohne Zuneigung, Wärme und jeden Kontakt mit Kultur einzig zu dem Zweck dressiert, im Notfall wie ein Kampfhund über Barts Feinde herzufallen und dessen Besitz in illegalen Gladiatorenkämpfen zu mehren. Als Bart eines Tages einen Unfall erleidet und Danny auf eigene Faust die Freiheit entdeckt, gerät er an den blinden Pianisten Sam (Morgan Freeman). Eine merkwürdige Beziehung nimmt ihren Lauf.

Brutale, ungeschönte Kämpfe dienen als Würznote im fesselnden Kriminaldrama, in dem erstmals mehr Anforderungen an die Schauspielkunst als an die Physis des chinesischen Ausnahmekriegers Jet Li gestellt werden. Action-Stimmungszauberer Luc Besson produzierte.
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Quentara
ehem. User
05.05.2005 17:26
Kommentare: 205
Forenbeiträge: 213

also von der story hört sich das doch wie ich finde schon einmal sehr interessant an. vor allem mag ich solche doch eher nicht alltäglichen charakterbeziehungen, ich meine ein blinder pianist und ein von der außenwelt abgeschotteter Krieger die irgendwie zusammenfinden, da bin ich echt gespannt was dabei herauskommt. hoffe nur nicht, dass das ganze dann irgendwie zu ner bloßen "ich bin jetzt frei und räche mich an meinen peinigern"-story verkommt. aber bei Besson gab es ja imemr schon einen ausgeglichenen Mix aus Action und Story.

hat jemand schon irgendwelche statements zu dem film gehört ob der gut sein soll?
LosthirN
ehem. User
05.05.2005 17:40
Kommentare: 193
Forenbeiträge: 209

"Brutale, ungeschönte Kämpfe..." Bis auf ein paar ausgekugelte Arme und etwas Kunstblut fand ich den Film nicht ungeschönt. Die Einsprengsel an Kämpfen beschränkten sich recht oft auf Blocks von Jet Li. Im Gegensatz zu Ong Bak also ein abgeschwächter Prügelfilm. Doch was ist das? Da wird unter die Kampfszenen ein feines Drama gewoben mit Witz angereichert und dem Zuschauer leicht verdaulich rübergebracht. Eine derartige Vermischung von Hau-drauf-Prügel-Action mit ruhigen, teils humorvollen Elementen ist gewagt. Dennoch gelingt es den beiden Drehbuchschreibern Luc Besson und Robert Mark Kamene diesen Spagat zu schlagen, wenn auch mit kleineren Schönheitsfehlern.
Hierbei seien z.B. die Rolle das blinden Sam genannt, der für einen Blinden überaus selbstständig leben kann. Ich arbeite selbst mit blinden Menschen zusammen und bin immer wieder erstaunt wie diese ihr Alltagsleben meistern. Manche Verhaltensweisen von Sam sind trotzdem leicht unglaubwürdig, da er z.B. immer genau weiß wo eine Person im Raum steht und diese auch direkt anblickt. Ansonsten liefert hier Morgan Freeman einen ordentlich Charakter ab, dem es an Charisma und Herzlichkeit nicht fehlt.
Sams Ziehtochter Victoria, liefert ihren Beitrag dazu, dass der Film an Humor, aber auch an Tiefe gewinnt indem sie sowohl die, in Danny verknallte 18 jährige verkörpert, als auch Verantwortung im Zusammenleben mit ihrem Ziehvater und später mit Danny übernimmt.
Kommen wir zu "Onkel" Bart, der leider in seiner Rolle als Gangster schwer ins Klischeehafte abdriftet und es bis zum Ende des Filmes auch nicht gebacken bekommt da wieder herauszukommen. Schade eigentlich, hätte sein Charakter mehr Tiefe gehabt, so wäre Dannys Leben als "Kampfhund" noch besser zur Geltung gekommen.
Jet Li ist halt der Spezialist für Kämpfe in Filmen. Das haben sicherlich auch die Drehbuchschreiber erkannt und ihm wahrscheinlich bewusst nicht mehr als zwei zusammenhängende Sätze innerhalb von fünf Minuten sagen lassen. Gut so, da konnte er sich voll und ganz auf die klasse Kampfszenen konzentrieren. Mein Favorit ist ja noch der Kampf in der Toilette mit einem weißen Pseudomönch, der als Waffe ein Brotmesser benutzt. Der Arenakampf ist jedoch von der Choreografie nicht sonderlich gelungen, da hier zwar vier Gegner auf den armen Danny einstürmen, sich aber immer schön der Reihe nach von ihm abfertigen lassen. Etwas mehr "Neo-gegen-100-mal-Smith"-Flair wären nicht schlecht gewesen.
Alle übrigen Charaktere dienen lediglich dazu, von Danny nieder geprügelt zu werden. Ganze vier Mann stehen dumm vor der Wohnungstür, während drinnen Danny deren Boss platt macht. Die vier tauchen bis zum Filmende auch nicht mehr auf...

Im Großen und Ganzen hat dieser Film einen positiven Eindruck auf mich hinterlassen und erhält wegen kleinen Logikfehlern, einem langweiligen Arenakampf und dem nicht ganz überzeugenden Gangster Bart, 7 Punkte.
Freunde von reinen Actionfilmen werden zwar die ruhigen Dialoge etwas langweilen und die Liebhaber von Dramen könnten sich vielleicht mit den Kampfszenen nicht anfreunden, aber der Mix ist gelungen und durchaus eine Empfehlung für einen DVD-Abend.

7 / 10 Punkten

EDIT: Für Quentara:
 www.filmstarts.de/kritiken/Unleashed.html
Quentara
ehem. User
05.05.2005 17:57
Kommentare: 205
Forenbeiträge: 213

danke @ LosthirN

bin mir nocht net sicher, ob ich mir den anschauen werde, aber da ich viele freunde hab die auf Jet Li und Konsorten stehen wird mich wohl schon irgend wer da reinschleifen. fand deine rezension auf jeden fall sehr hilfreich für meien entscheidung die weiter pro diesen film geht, LosthirN, danke nochmal dafür
Jay
Administrator
06.05.2005 11:17
Kommentare: 907
Forenbeiträge: 1734

fuck jetz hab ich doch echt meinen eigenen beitrag gelöscht, anstatt ihn zu bearbeiten. ich bin schon ein held.
naja fällt das ganze halt etwas kürzer aus:

der trailer hat mich nicht so angemacht, weil ich fightfilme ein bisschen sehr stupide finde. wenn schon action, dann richtige mörderaction, wo neben der gesamten welt auch noch das halbe universum verwüstet wird. soviel zum thema anspruch

aber der film hat mich überrascht und schließlich überzeugt. denn statt den focus auf die fights zu legen, wird der charakter von danny entwickelt und dessen soziale beziehungen. es wird die unmenschlichkeit der (durchaus vorstellbaren) animalisierung und abrichtung eines menschen gezeigt.

anders als lostingo fand ich in den mafiaboss toll. so muss ein mafiaboss im film sein. und ingo: wer im glashaus sitzt sollte nicht mit elefanten werfen, denn wer andern eine grube gräbt der hat ein grubengrabgerät! überleg mal scharf in welchem film, an dem du nun schon seit etwa einem jahr mitarbeitest, ein mafiaboss vorkommt, der einen weißen anzug trägt, und ursprünglich mal viel dicker sein sollte... naaa?

da in dem film leider 2 genres vermixt wurden, die mich beide nicht sonderlich ansprechen: fightfilm und drama, geb ich auch nur 7 punkte.
positiv hervorzuheben ist allerdings, dass sogar unsere mitsneakerIN den film gut fand. er ist also nicht ausschließlich für die testosterongesteuerten individuen unter uns interessant...
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