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American Beauty

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Cord
User
08.05.2005 14:04
Kommentare: 119
Forenbeiträge: 112

American Beauty



American Beauty
Drama - USA 1999
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 122 Min. - Verleih: UIP


Dem ausgebrannten Normalbürger Lester Burnham (Kevin Spacey) knallt eine Sicherung durch, als er die lolitahafte Freundin seiner missmutigen Tochter Jane (Thora Birch) kennen lernt. Sexuell frustriert setzt er sich eine Affäre mit dem Teenie-Traum in den Kopf. Er kündigt seinen Routinejob und beginnt sich wieder rebellisch wie ein Jugendlicher zu benehmen. Er freundet sich mit dem skurrilen Nachbarsjungen an, was Lester seinem fatalen Verhängnis einen Schritt näher bringt.

Theaterregisseur Sam Mendes demontiert den amerikanischen Traum von suburbaner mittelständischer Normalität provokativ pessimistisch und gleichzeitig ätzend amüsant. Er verwendet dabei keine Klischees, sondern benutzt diese als Fundament für facettenreiche Charakterzeichnungen, um sie gewitzt und unerwartet zu verdrehen. Eine hervorragende Besetzung macht die einfallsreich-originelle Tragikomödie zum hinreißenden Hochgenuss.
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Cord
User
08.05.2005 14:06
Kommentare: 119
Forenbeiträge: 112

Was habt Ihr in dem Film gesehen?

So, nun habe ich ein Thema eröffnet, dass ich richtig cool finde! Dieser Film ist meiner Meinung nach richtig geil!!! Die Vielschichtigkeit und die vielen Details machen ihn zu einem Meisterwerk. Er trägt den Untertitel: "Schauen sie genau hin!"
Und? Was habt Ihr gesehen?
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Cord
User
09.05.2005 12:32
Kommentare: 119
Forenbeiträge: 112

Meine Meinung

Anscheinend hat niemand von Euch diesen Film gesehen; geschweige denn gefallen, was?


ACHTUNG SPOILER!!!

Gut. Von der technischen und filmischen Art her hat der Film auch nicht viel zu bieten. Aber dafür mehr von seiner krassen sozialkritischen Seite her. Er ist meiner Meinung nach von seiner Aussage her mit Fight Club zu vergleichen. Einzig der Aspekt der Schizophrenie von Edward Norton in Fight Club wird hier nicht mit aufgenommen. Aber dafür der Aspekt, dass uns das "normale Leben" in unserer Gesellschaft mehr tötet, als ein Schwert oder Faustschlag es tun kann. Erst wenn man aus Routinen ausbricht, und seine wirklichen Träume lebt, wird man lebendig.

In Fight Club wird dies durch den psychisch kranken Hauptdarsteller dargestellt, der durch seinen Größtenwahn seine Schizophrenie so auslebt, dass er sich durch einen imaginären Gefährten selbst motiviert und die kapitalistische Welt aus den Fugen hebt. Während Fight Club den Zuschauer mit der Botschaft seiner Bilder förmlich "in die Fresse haut", geht American Beauty den eher "gewaltlosen Weg" und zeigt realitätsnah, wie schnell wir wirklich aufhören zu leben. Gleichzeitig wird hier die Macht der Verdrängung deutlich in Szene gesetzt.

Also ein genialer Film, den (will ich wetten) die meißten Zuschauer nicht wirklich verstanden haben. Er ist zwar auch ein netter Film zur Unterhaltung, aber wer sich nicht auf den Film und seinen Botschaften einlassen will, wird ungefähr 80% des Films verpassen!
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Quentara
ehem. User
09.05.2005 12:45
Kommentare: 205
Forenbeiträge: 213

ich hab ihn gesehen und fand ihn ebenfalls sehr gut. obwohl es ein sozialkritisches drama ist, habe ich doch stellenweise tränen gelacht, da die dialoge und die szenen zum teil sehr lustig waren (wie schnell ernsthafte streitereien für zuschauer doch belustigend sein können).

vom technischen hast du recht cord, es ist halt nichts atemberaubendes, aber es wird ja mehr wert auf die story gelegt, da brauch man keine megamäßig protzigen kameraeinstellungen o.ä. obwohl mireinige szenen vom kameratechnischen (stichwort rosen) doch sher gefallen haben.

der freiheits- und ausbruchsgedanke ist hier sehr schön dargestellt und gipfelt in einem überzeugenden, wenn auch für mich sehr zwiespältigem ende.
Spoiler (zum Lesen anklicken)
einerseits fand ich es sehr schön, dass Lester auf dem Höhepunkt seines freiheitsgefühles und mit dem schönsten gedanken seines lebens starb und dadurch vieleicht wirklich endlich echt freiheit gefunden hat. andererseits fand ich es schade, dass er gestorben ist, da ich sehr sehr gerne eine fortsetzung gesehen hätte, aber naja ich denke diese einmalige abgeschlossene handlung macht auch den reiz des films aus, eine fortsetzung hätte wohl den ersten teil wieder zerstören können.
Die Charaktere haben mir ebenfalls gefallen, da sie auch sehr überraschende wendungen beinhalten z.B. der "Bist du etwa eine Schwuchtel"-General Fitz, der am ende selbst seine homosexuellen gefühle zeigt.


Mich hat der Film sehr begeistert und zu recht (ich glaube es waren) 5 Oskars abgesahnt. Daher 10/10 Punkten
TOBI
User
20.09.2005 13:14
Kommentare: 257
Forenbeiträge: 64

Also, American Beauty gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfilmen. Die Story hat mich beim ersten Mal dermaßen mitgerissen - sowas hat bisher noch kein Film zuvor geschafft. Technisch ist der film wirklich nicht allzu besonders, wenn an manchen Stellen nicht sogar unterdurchschnittlich. Der Humor und die Kritik sind es, die dieses Filmerlebnis ausmachen. Ich denke, den zu gucken, gehört dazu. Hat nicht umsonst Oscars abgestaubt - und das, wo er doch nix American Dream exhibiert.
 Ich bin Fotograf aus Berlin!
Renier
User
14.12.2005 15:42
Kommentare: 875
Forenbeiträge: 127

Das ist einer meiner Top 10 Filme.
Im Kino dachte ich immer "Ist das krank". ich weiß nicht, was technisch an dem Film auszusetzen ist, z.B. ist der Soundtrack genial.
Inhaltlich finde ich besonders toll, dass jeder Charakter seine eigenen Probleme hat und die Probleme der anderen nicht sieht (wie es auch im wirklichen Leben oft ist). Die Besetzung ist hochkarätig und der Film ist oft sogar tragisch komisch. Das Ende schockt, obwohl man am Anfang schon wissen müsste wie es für Lester endet.
 www.rr-productions.de
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